24 May 2026, 06:41

Antifeministische Angriffe in Deutschland erreichen alarmierenden Höchststand

"Ich bin ein einsamer Krieger"

Antifeministische Angriffe in Deutschland erreichen alarmierenden Höchststand

Antifeministische Vorfälle nehmen in Deutschland drastisch zu

Allein im Jahr 2024 wurden in Deutschland 558 antifeministische Vorfälle registriert – ein besorgniserregender Anstieg. Gleichstellungsbeauftragte sehen sich zunehmend feindseligen Angriffen, Budgetkürzungen und sogar direkten Drohungen ausgesetzt. Die Welle der Attacken fällt zusammen mit einer breiteren Gegenbewegung gegen Programme, die sexuelle Selbstbestimmung und Vielfalt fördern.

Laut der Meldestelle Antifeminismus gab es im vergangenen Jahr durchschnittlich zehn Vorfälle pro Woche. Dazu zählen Vandalismus, Einschüchterungsversuche und gezielte Belästigung von Gleichstellungsbeauftragten. In einem Fall fanden sich in Baden-Württemberg rechtsextreme Aktivist:innen vor der Haustür einer Beamtin ein, nachdem diese sich öffentlich zu einem umstrittenen Thema geäußert hatte.

Doch die Probleme beschränken sich nicht auf persönliche Bedrohungen. Viele Kommunen haben die Mittel für Gleichstellungsinitiativen drastisch gekürzt, sodass Programme unterbesetzt und unterfinanziert sind. Gleichzeitig geraten öffentliche Symbole der Unterstützung für Geschlechterrechte unter Beschuss. So wurden in Osnabrück, Wiesbaden und Annweiler orangefarbene Bänke zerstört – Teil der UN-Kampagne „Orange the World“ gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

Daten aus dem Jahr 2026 unterstreichen das Ausmaß der Krise: 63 Prozent der Gleichstellungsbeauftragten berichteten von antifeministischen Angriffen, 40 Prozent erlebten innerhalb von nur zwei Jahren sogar mehrere Vorfälle. Als Reaktion darauf stand der BAG-Kongress in Lübeck unter dem Motto „Kurs halten in antifeministischen Gewässern“ und diskutierte Strategien des Widerstands.

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Der Anstieg antifeministischer Aktivitäten setzt lokale Regierungen und Gleichstellungsaktivist:innen unter Druck. Angesichts von Kürzungen, Vandalismus und zunehmenden Drohungen sind die Herausforderungen für die Gleichstellungspolitik sichtbarer denn je. Die Lage ruft nach stärkerem Schutz und nachhaltiger Unterstützung für diejenigen, die von der Bewegung ins Visier genommen werden.

Quelle