Anwohner klagen über Lärm und Chaos an Spieltagen des VfL Halle 96
Anwohner rund um das Zoo-Stadion in Halle beklagen Lärm, Vandalismus und blockierte Straßen bei Heimspielen des VfL Halle 96
Wiederholt haben Anwohner in der Nähe des Zoo-Stadions in Halle Beschwerden über Lärmbelästigung, Vandalismus und gesperrte Straßen an Spieltagen des VfL Halle 96 vorgebracht. Die lokale Partei Hauptsache Halle hat nun eine offizielle Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet, um die anhaltenden Probleme zu thematisieren.
Im Jahr 2024 registrierten die Behörden sieben Einsätze der Ordnungsbehörden im Zusammenhang mit dem Stadion – alle wegen Lärmbeschwerden. Im Folgejahr verdoppelte sich die Zahl auf sechzehn, wobei die Hälfte auf Lärmbelästigung zurückging. Bis Ende Mai 2026 gab es bereits acht Einsätze, von denen vier mit Lärm zusammenhingen.
Die Stadtverwaltung erklärte, keine regulatorischen Maßnahmen gegen den VfL Halle 96 zu planen. Offizielle Stellen argumentieren, es gebe keine belastbaren Beweise, die den Verein direkt mit den Vorfällen in Verbindung bringen. Zudem betonen sie, der Club betreibe seine Anlage innerhalb der gesetzlichen Vorgaben.
Andreas Wels, Vorsitzender von Hauptsache Halle, verweist auf die steigende Zahl der Einsätze als deutlichen Beleg für ein fortbestehendes Problem. Die Fraktion anerkennt zwar die Bedeutung des Vereins für die Stadt, besteht jedoch darauf, dass Verwaltung und Ordnungsamt gemeinsam Lösungen finden müssen, um die Belastung für die Anwohner zu verringern.
Die Fraktion fordert eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Ordnungsbehörden, um die Situation zu entschärfen. Die Beschwerden der Anwohner halten an, und die Zahl der Einsätze nimmt Jahr für Jahr zu. Die Stadtverwaltung sieht derzeit jedoch keine Handhabe für ein Vorgehen gegen den Verein.






