Armutsquote in Deutschland erreicht 2025 traurigen Rekordwert von 16,1 Prozent
Heidelore BinnerArmutsquote in Deutschland erreicht 2025 traurigen Rekordwert von 16,1 Prozent
Armutsquote in Deutschland auf höchstem Stand seit 2020
In Deutschland hat die Armut 2025 mit 16,1 Prozent der Bevölkerung den höchsten Stand seit 2020 erreicht. Das bedeutet, dass 13,3 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze leben. Gleichzeitig hat sich die Kluft zwischen den Regionen mit den niedrigsten und höchsten Armutsquoten deutlich vergrößert.
Die aktuellen Zahlen zeigen erhebliche Unterschiede innerhalb des Landes: Bremen verzeichnet mit 27,5 Prozent die höchste Armutsquote – mehr als jeder vierte Einwohner ist betroffen. Sachsen-Anhalt folgt mit 21,3 Prozent. Dagegen weisen Bayern (12,6 Prozent) und Baden-Württemberg (13,2 Prozent) die niedrigsten Werte auf. Der Abstand zwischen der Region mit der geringsten und der höchsten Armut beträgt nun 14,9 Prozentpunkte.
Altersarmut bleibt ein drängendes Problem: Fast jeder fünfte Mensch über 65 ist betroffen. Besonders hart trifft es Frauen ab 75 Jahren, von denen 21,3 Prozent in Armut leben. Auch die Haushaltsform spielt eine große Rolle: In Single-Haushalten liegt die Armutsquote bei 30,3 Prozent, bei Alleinerziehenden bei 28,9 Prozent.
Neben Einkommensarmut leiden 4,6 Millionen Menschen unter schwerer materieller Entbehrung – sie können sich grundlegende Dinge wie Heizkosten, Miete oder unerwartete Ausgaben nicht leisten. Der Gesamtanstieg der Armut markiert den schlechtesten Wert seit fünf Jahren.
Die Daten verdeutlichen eine wachsende Spaltung der Lebensverhältnisse in Deutschland. Mit 13,3 Millionen von Armut betroffenen Menschen wird die Bewältigung regionaler Unterschiede und die Unterstützung gefährdeter Gruppen immer dringender. Die hohe Armutsquote bei Alleinstehenden und Senioren sowie die weit verbreitete materielle Not zeigen anhaltende wirtschaftliche Belastungen auf.






