AWO Sachsen-Anhalt fordert besseren Schutz für Pfändungskonten und Basiskonten
Thea LübsAWO Sachsen-Anhalt fordert besseren Schutz für Pfändungskonten und Basiskonten
Die AWO Sachsen-Anhalt unterstützt Forderungen nach stärkerem rechtlichem Schutz für Pfändungsschutzkonten. Zudem fordert sie einen besseren Zugang zu Basiskonten und Schuldenberatung für Menschen in finanziellen Notlagen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund anhaltend hoher Armutsquoten in der Region und einer bundesweit steigenden Zahl von Kontopfändungen.
In Deutschland sind monatlich etwa 300.000 bis 350.000 Bankkonten von Pfändungen betroffen. Ein P-Konto schützt dabei einen Freibetrag von 1.560 Euro pro Monat vor dem Zugriff von Gläubigern und bietet so eine finanzielle Überbrückung. Doch Schuldenberater verzeichnen zunehmend Probleme bei der Einrichtung und Verwaltung solcher Konten.
Die AWO Sachsen-Anhalt argumentiert, dass der Pfändungsschutz sofort wirksam, zuverlässig und ohne Hürden greifen müsse. Aktuell dauert die Umwandlung eines normalen Kontos in ein P-Konto drei Werktage. Die Organisation fordert zudem einen Ausbau der Schuldenberatungsstellen sowie einen gesetzlichen Anspruch auf Insolvenzberatung.
Sachsen-Anhalt weist seit Langem eine überdurchschnittlich hohe Armutsquote auf: Fast jeder vierte Einwohner lebt am oder unter dem Existenzminimum. Vor diesem Hintergrund wird der Zugang zu P-Konten und finanzieller Unterstützung umso dringlicher.
Die Vorschläge zielen darauf ab, schnellere und verlässlichere Schutzmechanismen für gefährdete Kontoinhaber zu schaffen. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass Schuldenberatung und grundlegende Bankdienstleistungen diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen. Die hohe Armut in der Region unterstreicht die Dringlichkeit dieser Maßnahmen.






