Bayreuther Festspiele: Gedenkkonzert nach Kritik an Absage neu terminiert
Friederike RuppersbergerBayreuther Festspiele: Gedenkkonzert nach Kritik an Absage neu terminiert
Ein Gedenkkonzert im Rahmen der Bayreuther Festspiele, das im Juni zunächst abgesagt worden war, wurde auf einen neuen Termin verlegt. Die Veranstaltung war wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden, was Kritik vom Journalisten Michel Friedman auslöste. Die Einnahmen des neuen Termins sollen Stipendien für junge israelische Musiker unterstützen.
Michel Friedman war ursprünglich eingeladen worden, eine Rede zum 150-jährigen Jubiläum des Festivals zu halten. In seiner Ansprache hätte er sich mit Richard Wagners Antisemitismus und den Verbindungen der Familie des Komponisten zum NS-Regime auseinandergesetzt. Die Veranstalter sagten seinen Auftritt jedoch ab, was bei Friedman öffentliche Missbilligung auslöste.
Katharina Wagner, die Urenkelin Richard Wagners, entschuldigte sich später bei Friedman. Sie nahm per Brief und Telefon Kontakt zu ihm auf, und er nahm ihre Entschuldigung an. Infolgedessen wird Friedman seine Rede nun wie geplant auf den Bayreuther Festspielen halten.
Der ursprüngliche Dirigent des Konzerts, Christian Thielemann, steht aufgrund von Terminüberschneidungen nicht mehr zur Verfügung. Die Veranstalter ziehen zudem eine Überarbeitung des Titels der Veranstaltung in Betracht.
Das Gedenkkonzert wird wie geplant zu einem neuen Termin stattfinden. Sämtliche Einnahmen kommen Stipendien für junge israelische Musiker zugute. Friedmans Teilnahme bleibt nach Wagners Entschuldigung bestätigt.






