Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2035 – mit Fokus auf Neubauten
Falk HornigBerlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2035 – mit Fokus auf Neubauten
Berlin hat Pläne vorgestellt, seinen Bestand an Sozialwohnungen in den kommenden zehn Jahren deutlich auszubauen. Die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften der Stadt werden ihre Bestände um etwa 14 Prozent erhöhen und damit rund 56.000 neue Wohnungen schaffen. Der Großteil dieses Wachstums soll durch Neubauten entstehen, die die Wohnungsnot in der Hauptstadt lindern sollen.
Durch die Erweiterung könnten bis 2035 bis zu 120.000 Bewohnerinnen und Bewohner bezahlbaren Wohnraum erhalten. Die Gesamtzahl der Wohnungen würde dann auf knapp 465.000 steigen. In der ersten Phase des Plans soll die Zahl der Wohnungen von derzeit 408.000 auf 440.000 bis 2030 erhöht werden. Verantwortliche betonen, dass Neubauten die Hauptmethode zur Erreichung dieses Ziels sein werden.
Ein zentraler Vorschlag sieht vor, die Ränder des Tempelhofer Feldes, einer großen Freifläche in der Stadt, zu bebauen. Eine Bürgerinitiative schlägt vor, dort 21.400 Wohnungen zu errichten, während gleichzeitig 200 Hektar Wiesenfläche – wie im Tempelhofer-Feld-Gesetz vorgeschrieben – erhalten bleiben. Dieser Ansatz würde Platz für etwa 50.000 Menschen bieten, ohne die geschützte Grünfläche zu verringern.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner unterstützt die Idee, am Rand des Geländes Wohnungen zu bauen. Sollte der Plan genehmigt werden, würde er maßgeblich zur Erfüllung der städtischen Wohnungsbauziele beitragen.
Bis 2035 soll die Gesamtzahl der öffentlichen Wohnungen auf fast 465.000 steigen und so langfristig bezahlbaren Wohnraum für Berlinerinnen und Berliner sichern. Der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus in Berlin wird stark von Neubauten abhängen, darunter auch mögliche Projekte am Tempelhofer Feld. Wird der Vorschlag der Bürgerinitiative umgesetzt, könnten Tausende neue Wohnungen entstehen, während gleichzeitig Grünflächen erhalten bleiben.
Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften streben an, die erste Phase bis 2030 abzuschließen, mit weiterem Wachstum in den folgenden Jahren. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Nachfrage nach Wohnraum zu decken und gleichzeitig Freiflächen für die öffentliche Nutzung zu bewahren.






