Berlin plant Ausbildungsabgabe: Unternehmen sollen 2028 zahlen – doch wer ist betroffen?
Heidelore BinnerCDU und SPD einigen sich auf Ausbildungsplatzabgabe - Berlin plant Ausbildungsabgabe: Unternehmen sollen 2028 zahlen – doch wer ist betroffen?
Berliner Parteien unternehmen Schritte, um den seit langem bestehenden Mangel an Ausbildungsplätzen in der Stadt zu bekämpfen. Die Fraktionen von CDU und SPD haben einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der eine neue Ausbildungsabgabe für Unternehmen vorsieht. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, würde das System 2028 in Kraft treten und Mittel generieren, um Betriebe zu unterstützen, die mehr Ausbildungsplätze anbieten.
Die geplante Abgabe würde für Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten gelten, die die bundesweite Ausbildungsquote von 4,6 Prozent nicht erfüllen. Rund 25 Prozent der Berliner Betriebe könnten von der Gebühr betroffen sein, da kleinere Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitenden sowie solche, die die Quote bereits übererfüllen, ausgenommen wären.
Die eingenommenen Gelder – geschätzt auf 75 Millionen Euro pro Jahr – fließen in einen zentralen Fonds. Dieser würde dann Unternehmen finanziell fördern, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.
Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss es zunächst das parlamentarische Verfahren durchlaufen und verabschiedet werden. Bei Erfolg würden die neuen Regeln frühestens im Januar 2028 greifen.
Ziel der Abgabe ist es, das Angebot an Ausbildungsplätzen in einer Stadt zu erhöhen, in der die Nachfrage seit Jahren das Angebot übersteigt. Unternehmen, die die Ausbildungsquote erfüllen oder unter der Beschäftigtengrenze liegen, bliebe die Zahlung erspart. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Berliner Abgeordnetenhaus.






