29 April 2026, 06:58

Berlin senkt Kraftstoffsteuer – doch Autofahrer profitieren kaum davon

Grafik zeigt die Entwicklung der Tankpreise in den Vereinigten Staaten mit einer blauen Linie, die eine sinkende Preisentwicklung anzeigt, und einer grünen Linie, die eine steigende Preisentwicklung anzeigt.

Berlin senkt Kraftstoffsteuer – doch Autofahrer profitieren kaum davon

Die Berliner Regierung hat eine vorübergehende Senkung der Kraftstoffsteuer angekündigt, um Haushalte und Unternehmen von den steigenden Kosten zu entlasten. Die Maßnahme, die am 1. Mai in Kraft tritt, sieht eine Steuerermäßigung von 16,7 Cent pro Liter vor. Beamte warnen jedoch, dass Autofahrer an der Zapfsäule kaum Entlastung spüren könnten.

Die neue Regelung folgt auf einen deutlichen Anstieg der Benzin- und Dieselpreise in ganz Deutschland. Die Preiserhöhungen fielen hierzulande stärker aus als in den meisten anderen EU-Ländern, insbesondere nach der Zuspitzung der Spannungen im Iran-Konflikt. Um gegenzusteuern, einigte sich die Regierungskoalition auf einen zweimonatigen Nachlass bei den Kraftstoffsteuern.

Franziska Giffey, Berlins Senatorin für Wirtschaft, äußerte sich skeptisch über die Wirksamkeit des Plans. Sie argumentiert, dass Mineralölkonzerne einen Großteil der Steuerentlastung einbehalten könnten, statt die Preise für Verbraucher zu senken. Giffey kritisierte, was sie als "Krisengewinner und Profiteure" in der Branche bezeichnete, und warf ihnen vor, die Situation für höhere Gewinne auszunutzen.

Die Steuersenkung wird den Staat rund 1,6 Milliarden Euro kosten. Dennoch betont Giffey, dass weitere Schritte nötig seien. Sie fordert strengere Maßnahmen wie eine Deckelung der Spritpreise und eine Begrenzung der Gewinnmargen von Ölkonzernen. Als Vorbild nannte sie Nachbarländer wie Polen, Belgien und Luxemburg, wo ähnliche Preiskontrollen eingeführt wurden.

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Der Kraftstoffrabatt gilt ab dem 1. Mai für zwei Monate. Zwar zielt die Regierung darauf ab, die Kosten für Autofahrer zu verringern, doch bleibt ungewiss, ob die Ersparnisse tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen. Der Erfolg der Maßnahme hängt davon ab, ob die Mineralölkonzerne die Steuerermäßigung weitergeben – oder als Zusatzgewinn einbehalten.

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