Brandenburger Grundschule tritt trotz AfD-Widerstand Courage-Netzwerk bei
Friederike RuppersbergerBrandenburger Grundschule tritt trotz AfD-Widerstand Courage-Netzwerk bei
Grundschule Bestensee in Brandenburg tritt dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei
Die Bestensee-Grundschule in Brandenburg wird Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Beschluss folgte einer Abstimmung, bei der 78 Prozent der Teilnehmer die Initiative unterstützten – und damit die erforderliche 70-Prozent-Hürde überschritten. Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann besuchte die Schule, um die Entscheidung zu befürworten.
Der Plan der Schule, dem Netzwerk beizutreten, stieß jedoch auf Widerstand einer Elterninitiative, die von einem AfD-Mitglied angeführt wird. Diese Gruppe warf dem „Courage-Netzwerk“ vor, gegen Neutralitätspflichten zu verstoßen, und befürchtete eine linksgerichtete Einflussnahme im Unterricht. Der Initiator der Klage hat inzwischen beim Verwaltungsgericht Cottbus gegen die Bildungsbehörde geklagt.
Ziel der Klage ist es, die Behörde zu zwingen, einen Antrag auf aufsichtsrechtliches Einschreiten gegen die Zusammenarbeit der Schule mit dem Netzwerk zu prüfen. Minister Hoffmann warnte, eine Rücknahme des Beschlusses würde ein negatives Signal für die Demokratie senden. Die Bildungsbehörde verteidigte ihre Haltung und berief sich auf den Beutelsbacher Konsens, der demokratische Kontroversen an Schulen zulässt, ohne dass diese unterdrückt werden müssten.
An der Abstimmung beteiligten sich 92 Prozent der Schulgemeinschaft – eine außergewöhnlich hohe Wahlbeteiligung. Die Schulleitung treibt nun den Beitritt zum Netzwerk voran. Die rechtliche Auseinandersetzung bleibt jedoch weiter anhängig, während das Gericht über den Antrag der Elterninitiative entscheidet.






