Brandenburgs Ampel-Koalition zieht nach 100 Tagen eine gemischte Bilanz
Friederike RuppersbergerBrandenburgs Ampel-Koalition zieht nach 100 Tagen eine gemischte Bilanz
Brandenburgs rot-schwarze Koalition zieht nach 100 Tagen Bilanz
Die SPD- und CDU-geführte Landesregierung in Brandenburg hat ihre ersten 100 Tage im Amt abgeschlossen. Beide Parteien bewerten ihre Zusammenarbeit als produktiv und frei von größeren Konflikten. Nun richtet sich der Fokus auf die Bewältigung eines Milliardendefizits und die Einführung neuer Politiken im Herbst.
Bereits umgesetzt wurden Maßnahmen zur Beschleunigung von Berufungsverfahren für Hochschulprofessoren sowie zur Bürokratieabbau. In den kommenden Monaten sind weitere Reformen geplant, darunter eine Landarztquote und die Zulassung unbemannter „Mini-Supermärkte“. Zudem arbeiten die Koalitionspartner an Gesetzen zur Ausweitung von Polizeibefugnissen, zur Reform der Kita-Finanzierung und zur Durchsetzung von Tariftreue bei öffentlichen Aufträgen.
Die Haushaltsberatungen laufen auf Hochtouren – mit spürbaren Kürzungen in mehreren Ressorts. Bildung und Gesundheitsministerium bleiben jedoch weitgehend verschont. Ein jüngstes Urteil des Verfassungsgerichts zu Besoldungsansprüchen von Beamten könnte Brandenburg zusätzlich mit 300 bis 600 Millionen Euro belasten. Ziel der Koalition ist es, den Haushalt bis 2028 auszugleichen und das Defizit abzubauen.
Trotz der Fortschritte gibt es Skepsis: BSW-Fraktionschef Niels-Olaf Lüders wirft der Koalition vor, die SPD setze Reformen gegen den Willen der Wähler durch.
Die Zeit drängt, denn noch in diesem Jahr muss der erste gemeinsame Doppelhaushalt verabschiedet werden. Die anstehenden Politiken und Sparmaßnahmen werden die finanzielle Zukunft Brandenburgs prägen. Ob die Regierung ihren aktuellen Schwung halten kann, wird über ihren Erfolg in den kommenden Jahren entscheiden.






