20 April 2026, 08:29

Bremen fordert härtere Strafen und mehr Schutz für ÖPNV-Beschäftigte nach 3.200 Angriffen

Plakat mit einem Zug auf den Eisenbahnschienen mit mehreren Menschen in der Nähe, das 'The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation' bewirbt.

Bremen fordert härtere Strafen und mehr Schutz für ÖPNV-Beschäftigte nach 3.200 Angriffen

Bremen fordert schärfere Maßnahmen zum Schutz von ÖPNV-Beschäftigten

Nach mehr als 3.200 registrierten körperlichen Angriffen auf Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland im vergangenen Jahr pocht Bremen auf strengere Schutzmaßnahmen. Die Stadt verlangt härtere Strafen, mehr Sicherheitspersonal und ein bundesweites Waffenverbot in Bahnanlagen.

Der gemeinsame Aktionsplan für mehr Sicherheit im Schienenverkehr wird von Bremen zwar begrüßt, doch die Verantwortlichen bestehen auf klarere Zuständigkeiten und verbindliche Regelungen. Özlem Ünsal, Bremens Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, wies die Vorstellung zurück, dass allein Kameras oder digitale Tickets Übergriffe in Echtzeit verhindern könnten. Stattdessen betonte sie die Notwendigkeit eines flexiblen, risikobasierten Einsatzes von zusätzlichem Personal in Zügen.

Bremen fordert gesicherte Finanzmittel für mehr Zugbegleiter:innen und Sicherheitsteams. Zudem soll die Bundespolizei Zugriff auf Live-Videoaufnahmen aus den Zügen erhalten und stärker an Bahnhöfen sowie in den Zügen präsent sein. Die Stadt argumentiert, dass rein technische Lösungen nicht ausreichen – menschliches Eingreifen bleibe unverzichtbar.

Parallel dazu setzt sich Bremen für schärfere Strafen bei Angriffen auf Verkehrsmitarbeiter:innen ein. Ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern in Bahnanlagen soll die Risiken für Personal und Fahrgäste verringern. Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, die zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im ÖPNV einzudämmen. Bei Umsetzung würden sie mehr Sicherheitspersonal, besseren Polizeizugriff auf Live-Bilder und strengere Sanktionen bewirken. Der Fokus liegt dabei auf praktischen, personalintensiven Lösungen – und nicht auf rein technologischen Ansätzen.

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