Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsfachkräfte ab 2026
Friederike RuppersbergerBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsfachkräfte ab 2026
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Betroffen sind Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen aus Staaten außerhalb der EU. Befürworter argumentieren, dass das Gesetz Bürokratie abbaue und durch klarere, digitale Verfahren die Überprüfung beruflicher Qualifikationen erleichtere.
Eingebracht wurde der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Am Donnerstag erhielt er die Zustimmung der Regierungskoalition sowie der Grünen. Die AfD lehnte das Vorhaben ab, während die Linke sich der Stimme enthielt.
Nach den neuen Regelungen sollen die Bundesländer die Sprachkenntnisse der Antragstellenden bereits während der Berufsausbildung prüfen. Zudem setzt das Gesetz auf standardisierte, digitale Abläufe, um den Papierkram für Behörden und Bewerberinnen und Bewerber zu verringern. Damit soll das Verfahren nicht nur schneller, sondern auch planbarer werden.
Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss noch der Bundesrat zustimmen. Bei einer Verabschiedung würden die Änderungen zum 1. November 2026 wirksam werden.
Ziel der Neuregelung ist es, die Anerkennung ausländischer Gesundheitsfachkräfte in Deutschland zu vereinfachen. Durch einheitliche Standards und digitale Instrumente sollen Verzögerungen und überflüssige Hürden abgebaut werden. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundesrat – vor dem geplanten Starttermin im Jahr 2026.






