17 June 2026, 17:21

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe in Sachsen-Anhalt

CDU-Fraktionschef Heuer bestreitet AfD-Nähe-Vorwurf

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe in Sachsen-Anhalt

Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, zurückgewiesen. Er argumentierte, die Anschuldigungen beruhten auf einer Fehlinterpretation seiner Gespräche mit Siegmund bei einer öffentlichen Veranstaltung. Heuer betonte, es habe kein Fehlverhalten gegeben, und kritisierte, dass die Debatte um den Vorfall von zentralen politischen Themen ablenke.

Die Situation bezeichnete er als „Dilemma“ und verwies auf die doppelte Rolle der AfD – als rechtsextreme Partei und gleichzeitig demokratisch gewählte Parlamentsfraktion. Einerseits müsse die CDU die AfD inhaltlich herausfordern, andererseits gelte es, die parlamentarischen Spielregeln zu respektieren.

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Ein Foto und ein Video von einem Wahlforum, so Heuer, vermittelten einen „völlig falschen Eindruck“ seines Austauschs mit Siegmund. Er warf Kritikern vor, die Begegnung übertrieben darzustellen, um eine vermeintliche Nähe zwischen ihnen zu konstruieren.

Heuer unterstrich, dass die Positionen der CDU im Landtag für jede Fraktion offen seien, die sie unterstützen wolle. Die Herkunft einer parlamentarischen Mehrheit sei dabei zweitrangig – entscheidend sei allein die inhaltliche Richtigkeit einer Politik, nicht ihre Befürworter.

Zwar räumte er ein, dass seine Äußerungen missverstanden werden könnten, bestritt aber jedes unangemessene Verhalten. Die öffentliche Diskussion habe, so Heuer, wichtigere Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel in den Hintergrund gedrängt. Der CDU-Politiker betonte, sein Fokus liege auf sachpolitischen Debatten – nicht auf politischen Kontroversen.

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