02 April 2026, 16:32

CDU-Politiker Bommert gerät wegen NS-Video in die Kritik und tritt zurück

Deutsches Weltkriegs-Propagandaplakat mit einer Gruppe von Menschen in Girlanden mit Gewehren, mit Text oben und unten.

CDU-Politiker Bommert gerät wegen NS-Video in die Kritik und tritt zurück

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Brandenburger Landtag, ist nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Militärausrüstungen aus der NS-Zeit in die Kritik geraten. Die auf Instagram geteilten Aufnahmen zeigten Uniformierte, die auf Motorrädern der Wehrmacht fuhren. Die Partei hat inzwischen disziplinarische Maßnahmen eingeleitet.

Das Video, in dem historische Wehrmachtsfahrzeuge zu sehen waren, wurde nach massiver Kritik kurz darauf gelöscht. Bommert lehnte zunächst eine Stellungnahme ab, räumte später jedoch ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen. Daraufhin trat er als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.

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Der Fraktionschef der CDU, Steeven Bretz, verurteilte sowohl den Inhalt des Videos als auch dessen Verbreitung. Er kündigte eine interne Prüfung des Vorfalls sowie ein direktes Gespräch mit Bommert an. Die CDU erteilte eine offizielle Rüge, enthob Bommert jedoch nicht von seinen Parteiämtern oder verhängte weitere Sanktionen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert für Aufsehen sorgt. Bereits Anfang dieses Jahres hatte er Kritik geerntet, nachdem er in einem WhatsApp-Status Politiker rivalisierender Parteien gelobt hatte – darunter Robert Habeck und Annalena Baerbock. In den vergangenen fünf Jahren wurde jedoch kein CDU-Mitglied in Brandenburg öffentlich für ähnliche historische oder politische Fehltritte belangt.

Der Vorfall führte nun zu Bommerts Rücktritt von einem wichtigen Ausschussvorsitz. Die CDU hat interne Schritte eingeleitet, um die Angelegenheit zu klären, verzichtet jedoch auf schärfere disziplinarische Konsequenzen. In den kommenden Tagen will die Partei die Situation weiter beraten.

Quelle