29 March 2026, 00:30

Deutsche Industrie im Umbruch: Warum die Angst vor Deindustrialisierung übertrieben ist

Schwarß-weißes Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfosten, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Deutsche Industrie im Umbruch: Warum die Angst vor Deindustrialisierung übertrieben ist

Die deutsche Industrie im Wandel – doch die Angst vor der Deindustrialisierung ist übertrieben

Die deutsche Industrie verändert sich rasant, doch Befürchtungen einer umfassenden Deindustrialisierung könnten überzogen sein. Aktuelle Studien des ifo Instituts, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bertelsmann Stiftung deuten darauf hin, dass der Sektor sich anpasst statt zu kollabieren. Während einige Bereiche kämpfen, verzeichnen andere kräftiges Wachstum und Innovationen.

Automobilindustrie unter Druck Besonders die Autoindustrie steht vor klaren Herausforderungen. Die deutschen Pkw-Exporte nach China erreichten 2020 ihren Höhepunkt, seither gehen sie kontinuierlich zurück – bis 2025 wird ein steiler Rückgang erwartet. Chinesische Elektroautos als Konkurrenz, Lieferkettenprobleme, geopolitische Spannungen und Zölle haben diese Entwicklung beschleunigt. Dennoch gelingt es der Branche bisher nicht, erfolgreich auf wachstumsstarke Produkte umzusteigen.

Doch das Gesamtbild ist positiver als oft dargestellt Über 76 Prozent der Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe stammen aus Branchen mit steigender Nachfrage. Selbst in schwächelnden Sektoren wie der Metallverarbeitung oder der Chemie dominieren hochdynamische Teilbereiche. Oliver Falck vom ifo Institut betont diese ermutigenden Trends: Immer mehr Unternehmen setzen auf innovative, wachstumsorientierte Produkte.

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Neues Modell: Entwicklung in Deutschland, Produktion im Ausland Experten schlagen ein hybrides Modell vor: Produkte sollen in Deutschland entwickelt, die Fertigung aber mit politischer Unterstützung ins Ausland verlagert werden. Gleichzeitig fordern Forscher die Politik auf, Innovationen zu fördern statt veraltete Strukturen zu schützen. Ziel ist es, die Industrie fit für den globalen Wettbewerb zu machen – ohne ihre Kernkompetenzen zu verlieren.

Fazit: Wandel statt Niedergang Die deutsche Industrielandschaft ist im Umbruch – einige Branchen schrumpfen, andere expandieren. Zwar haben sich die Autoexporte nach China halbiert, doch wachstumsstarke Bereiche bleiben robust. Die große Aufgabe liegt nun darin, durch Innovation und Flexibilität langfristige Stabilität zu sichern.

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