Die Linke wächst auf über 126.000 Mitglieder – und wird jünger und weiblicher
Friederike RuppersbergerDie Linke wächst auf über 126.000 Mitglieder – und wird jünger und weiblicher
Die Linke verzeichnet seit Ende 2023 einen deutlichen Mitgliederschub. Im Herbst des vergangenen Jahres hatte sich die Zahl nach einem massiven Austritt im Vorjahr mehr als verdoppelt. Interne Zahlen, die an diesem Mittwoch veröffentlicht werden sollen, zeigen, dass die Partei nun über 126.000 Mitglieder zählt.
Der Anstieg begann, nachdem Sahra Wagenknecht die Partei Ende 2023 verlassen hatte – damals lag die Mitgliederzahl bei etwa 50.800. Bis zum folgenden Herbst wuchs sie auf rund 123.000 an. Die neueste Erhebung, deren Veröffentlichung bevorsteht, bestätigt nun 126.379 Mitglieder.
Zwar hat sich das Wachstum im Vergleich zu den früheren Sprüngen verlangsamt, doch die Zusammensetzung der Partei hat sich verändert: Das Durchschnittsalter der Mitglieder sank auf knapp unter 39 Jahre, womit die Linke jünger ist als die meisten anderen deutschen Parteien. Der Frauenanteil stieg auf fast 45 Prozent – 2024 waren es noch 40 Prozent.
Die Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner will die neuen Mitglieder stärker in die inhaltliche Ausrichtung der Partei einbinden. Geplant sind der Ausbau von Schulungsprogrammen und die Entwicklung eines neuen Grundsatzprogramms bis 2027.
Nach einer schweren Spaltung hat die Linke ihre Basis neu aufgebaut. Die Partei ist heute jünger und geschlechtergerechter aufgestellt als zuvor. Mit einem neuen Programm, das derzeit erarbeitet wird, bereitet sie sich auf langfristige Veränderungen vor.






