Diskriminierung in Sachsen-Anhalt erreicht 2025 traurigen Rekord mit 50 Prozent mehr Fällen
Friederike RuppersbergerDiskriminierung in Sachsen-Anhalt erreicht 2025 traurigen Rekord mit 50 Prozent mehr Fällen
Diskriminierungsfälle in Sachsen-Anhalt stiegen 2025 stark an – 50 Prozent mehr Meldungen als im Vorjahr
In Sachsen-Anhalt haben sich die gemeldeten Diskriminierungsfälle im Jahr 2025 drastisch erhöht: Die Zahlen stiegen um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beratungsstellen dokumentierten insgesamt 322 Vorfälle, darunter Rassismus, Antisemitismus und andere Formen von Diskriminierung in der gesamten Region. Behörden zeigen sich besorgt über diesen wachsenden Trend.
Die Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt verzeichnete 2025 insgesamt 168 Fälle – ein Anstieg um 35 Prozent gegenüber 2024. Besonders häufig wurden Vorfälle in Behörden und am Arbeitsplatz gemeldet. Rassistische oder ethnische Diskriminierung blieb dabei die häufigste Form der Benachteiligung.
Die Beratungsstelle ENTKNOTEN unterstützte 81 Betroffene rassistischer Diskriminierung, was einem Anstieg von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. OFEK Sachsen-Anhalt, ein weiterer Unterstützungsdienst, begleitete 31 Personen, die von antisemitischer Diskriminierung betroffen waren. Zwei Drittel dieser Fälle betrafen verbale oder digitale Angriffe.
Im Hochschulbereich ereigneten sich 19 Prozent der antisemitischen Diskriminierungsvorfälle. Die Sozialministerin Petra Grimm-Benne wies auf den besorgniserregenden Anstieg der Fälle in allen gesellschaftlichen Bereichen hin.
Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt 2025 322 Diskriminierungsfälle dokumentiert. Behörden und Beratungsorganisationen beobachten die Entwicklung weiterhin genau, da die Meldungen weiter zunehmen. Die Daten zeigen einen deutlichen Anstieg diskriminierungsbedingter Vorfälle in Bildungseinrichtungen, Arbeitswelten und öffentlichen Institutionen.






