Dramatische Bahn-Vorfälle: Tödlicher Streit, Sabotage und lebensgefährliches S-Bahn-Surfen
Falk HornigDramatische Bahn-Vorfälle: Tödlicher Streit, Sabotage und lebensgefährliches S-Bahn-Surfen
Schwere Vorfälle im Schienenverkehr erschüttern Deutschland
In den vergangenen Tagen hat sich eine Reihe schwerwiegender Vorfälle im Zusammenhang mit dem Schienenverkehr in Deutschland ereignet. In Ellwangen führte eine tödliche Auseinandersetzung an einem Bahnhof zu einem Anklageverfahren wegen fahrlässiger Tötung, während in Neuss ein Jugendlicher durch sogenanntes „S-Bahn-Surfen“ schwere Verbrennungen erlitt. Unterdessen ermitteln die Behörden wegen eines möglichen Sabotageakts in der Nähe des Bahnhofs Barnten sowie nach einer Straßenbahnkollision in Frankfurt, bei der ein Radfahrer schwer verletzt wurde.
Der erste Vorfall ereignete sich am Bahnhof Ellwangen, wo ein 59-jähriger Mann nach einer körperlichen Auseinandersetzung starb. Der Streit war eskaliert, nachdem ein 33-jähriger Tatverdächtiger eine geschlossene Bahnschranke überquert hatte. Das Opfer erlitt schwere Kopfverletzungen und erlag Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft hat den Beschuldigten nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.
In Neuss zog sich ein 16-jähriger Junge lebensgefährliche Verletzungen zu, nachdem er angeblich auf das Dach einer S-Bahn geklettert war. Die Bundespolizei geht davon aus, dass er durch einen Stromschlag der Oberleitungen schwere Verbrennungen erlitten hat. Der Jugendliche, der zunächst in kritischem Zustand war, hat sich inzwischen stabilisiert, bleibt aber weiter im Krankenhaus. Die Behörden warnten erneut eindringlich vor den extremen Gefahren des „S-Bahn-Surfens“.
An anderer Stelle untersucht die Bundespolizei einen mutmaßlichen Sabotageakt an abgestellten Güterwaggons in der Nähe des Bahnhofs Barnten. In der Nacht zum 3. Juni sollen mehrere leere Wagen betroffen gewesen sein. Die Ermittler prüfen zudem, ob ein Zusammenhang zu anderen jüngeren Störungen in der Region besteht.
In Frankfurt wurde ein 41-jähriger Radfahrer bei einer Kollision mit einer Straßenbahn an einer Ampel schwer verletzt. Durch den Aufprall geriet er unter das Fahrzeug und musste von Rettungskräften befreit werden.
Die Vorfälle haben bei Polizei und Verkehrsbehörden zu erhöhter Wachsamkeit geführt. Das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung in Ellwangen wird nun vor Gericht verhandelt, während sich der verletzte Jugendliche in Neuss weiter erholt. Die Ermittlungen zu den Manipulationen in Barnten und dem Straßenbahnunfall in Frankfurt dauern derweil an.






