Energieminister beschließen Gasreserve und Wasserstoff-Kraftwerk für stabile Stromversorgung
Heidelore BinnerEnergieminister beschließen Gasreserve und Wasserstoff-Kraftwerk für stabile Stromversorgung
Energieminister aus ganz Deutschland einigen sich auf Maßnahmen zur Sicherung der Stromversorgung
Die Energieminister der Bundesländer haben sich auf neue Schritte verständigt, um die Energieversorgung Deutschlands abzusichern. Die Beschlüsse folgen auf Bedenken Sachsens und Sachsen-Anhalts hinsichtlich des regionalen Energiebedarfs. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf dem Schutz kritischer Infrastruktur – insbesondere nach dem Angriff auf das Berliner Stromnetz im Januar 2026.
Die Energieministerkonferenz beschloss die Einrichtung einer strategischen Gasreserve. Damit sollen die Versorgungslage stabilisiert und Engpässe vermieden werden. Zudem forderten die Minister weitere Maßnahmen, um die Energieversorgung für Haushalte und Unternehmen zuverlässig und bezahlbar zu halten.
Sachsen-Anhalts Energieminister, Prof. Dr. Armin Willingmann, setzte sich besonders für soziale Absicherungen während der Energiewende ein. Er betonte, dass die Energiekosten sinken müssten und schutzbedürftige Gruppen besonders unterstützt werden sollten. Das Land verfügt über 15,8 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten, mit wichtigen Standorten in Bernburg, Staßfurt und Bad Lauchstädt.
Thema war auch die Zukunft des Kraftwerks Schkopau, das derzeit jährlich fünf Millionen Tonnen Braunkohle verfeuert. Die Anlage mit einer Leistung von 900 Megawatt soll bis Ende 2034 schrittweise vom Netz gehen. Als Ersatz ist ein wasserstofftaugliches Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD) ähnlicher Größe in der Region geplant.
Die ostdeutschen Bundesländer, darunter Sachsen-Anhalt und Sachsen, forderten die Bundesregierung auf, ihre Standorte in die nationale Kraftwerksplanung einzubeziehen. Damit unterstreichen sie die Notwendigkeit einer ausgewogenen Energieverteilung im gesamten Land.
Zu den beschlossenen Maßnahmen gehören die strategische Gasreserve sowie der Bau des wasserstofffähigen Kraftwerks in Schkopau. Beide Vorhaben sollen die Versorgungssicherheit über das Jahr 2034 hinaus gewährleisten. Zudem unterstützten die Minister Forderungen nach bezahlbaren Energiepreisen und sozialem Ausgleich während des Umstellungsprozesses.






