Experte fordert Rückkehr des Baukindergelds für bezahlbaren Wohnraum
Wohnungsexperte Matthias Günther fordert Rückkehr der Baukindergeld-Förderung
Der Wohnungsmarktexperte Matthias Günther hat die Bundesregierung aufgefordert, die Baukindergeld-Subvention wieder einzuführen. Der Ökonom vom Pestel-Institut argumentiert, dass die Wiederbelebung des Programms Familien den Erwerb oder Bau von Wohneigentum deutlich erschwinglicher machen würde. Diese Äußerungen machte er in einem Interview mit der Rheinischen Post.
Das Baukindergeld war eine staatliche Förderung, die Haushalten mit Kindern den Kauf oder Bau eines Eigenheims erleichtern sollte. Es richtete sich insbesondere an einkommensschwächere Familien und förderte kostengünstigere Bauprojekte. Allerdings wurde das Programm 2021 leise auslaufen lassen.
Eine spätere offizielle Bewertung ergab, dass der Staat für jeden ausgegebenen Euro an Subventionen drei Euro an volkswirtschaftlichem Nutzen erzielte. Günther kritisierte die Abschaffung scharf und bezeichnete die Wiederbelebung des Programms als kluge Alternative zu den aktuellen Wohnungsbaupolitiken.
Zudem lehnte er den jüngsten SPD-Vorschlag ab, einen staatlichen Wohnungsentwickler mit privater Investorenbeteiligung zu schaffen. Stattdessen schlug Günther vor, die Regierung könnte ein etabliertes Unternehmen wie Vonovia übernehmen, um den Bestand an bezahlbarem Wohnraum effizienter zu erhöhen.
Im Kern zielt Günthers Vorschlag darauf ab, ein Programm wiederzubeleben, das einst einkommensschwächeren Familien den Zugang zu Wohnraum ermöglichte. Seine Kritik unterstreicht versäumte Chancen in der aktuellen Politik. Würden seine Empfehlungen umgesetzt, könnten sie die staatliche Strategie zur Bewältigung der Wohnungsnot grundlegend verändern.






