Galeria-Kaufhauskette kämpft um Überleben in der Finanzkrise
Friederike RuppersbergerGaleria-Kaufhauskette kämpft um Überleben in der Finanzkrise
Galeria-Kaufhauskette steckt in tiefer werdender Finanzkrise
Die deutsche Warenhauskette Galeria kämpft mit einer sich verschärfenden finanziellen Notlage. Das Unternehmen benötigt dringend eine Kapitalzufuhr, um die Insolvenz abzuwenden – die 83 Filialen stehen unter massivem Druck. Geschäftsführer Tilo Hellenbock hat bereits die Bestellungen für neue Ware gekürzt, um die Liquidität zu entlasten.
Aktuell verhandelt Galeria mit dem US-Investor Gordon Brothers über ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro. Die Mittel sollen eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mietzahlungen begleichen. Scheitert das Geschäft, könnte die Kette bereits in diesem Sommer in Existenznot geraten, da die Lagerbestände schrumpfen.
Selbst bei Erfolg der Kreditverhandlungen plant das Unternehmen weitreichende Umstrukturierungen: Rund 30 der 83 Standorte sollen geschlossen, die Verkaufsflächen verringert werden. Zudem ist vorgesehen, Teile der Flächen an externe Mieter zu vermieten – ein zentraler Baustein des Sanierungsplans, der bis 2028 die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichen soll.
Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, lockt Galeria derzeit mit drastischen Rabatten von bis zu 70 Prozent, um den Umsatz anzukurbeln. Die Einnahmen sichern vorerst die Gehälter der 12.000 Beschäftigten. Doch Branchenkenner warnen, dass das Darlehen allein kaum ausreichen dürfte, um das Überleben langfristig zu sichern – die monatlichen Verluste steigen weiter an.
Ungewiss bleibt die Zukunft einzelner Filialen, darunter der Standort in der Mainzer Altstadt an der Schusterstraße. Platzt der Deal mit Gordon Brothers, wäre das voraussichtlich das Aus für die gesamte Kette.
Das geplante Darlehen bietet zwar eine vorübergehende Atempause, garantiert aber keine Stabilität. Umstrukurierung und radikale Kostensenkungen sind unverzichtbar, um das Unternehmen zu retten. Scheitern die Verhandlungen, droht Galeria der unmittelbare Kollaps.






