16 April 2026, 12:31

Gefälschtes Video behauptet: 62 Prozent der Deutschen wollen Putin als Kanzler

Deutsches Propagandaplakat für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei mit zwei Männern auf einem Sofa.

Gefälschtes Video behauptet: 62 Prozent der Deutschen wollen Putin als Kanzler

Ein gefälschtes Video verbreitet sich online, in dem behauptet wird, 62 Prozent der Deutschen wünschten sich Wladimir Putin als ihren Bundeskanzler. Der Clip gibt die angebliche Statistik fälschlicherweise als Ergebnis einer namentlich nicht genannten Umfrage aus und nutzt dabei ohne Genehmigung das Markenzeichen von Spiegel TV.

Die im Video gemachten Angaben wurden von Faktencheckern und dem Medium selbst umfassend widerlegt. Das irreführende Video imitiert zwar die übliche Präsentation von Spiegel TV, weist aber deutliche Ungereimtheiten auf: Die Schriftgröße weicht vom Standardformat des Senders ab, und das Logo ist ohne den sonst üblichen Transparenzeffekt eingebettet – ein Detail, das in echten Ausstrahlungen stets vorhanden ist. Spiegel TV bestätigte, niemals ein solches Video produziert oder auf irgendeiner Plattform verbreitet zu haben.

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Keine seriöse Umfrage hat jemals eine Zustimmung von 62 Prozent für Putin als deutschen Kanzler ermittelt. Der Spiegel, das mit der Falschbehauptung in Verbindung gebrachte Medium, wies zurück, jemals derartige Zahlen veröffentlicht zu haben. Faktenchecker fanden keinerlei Belege für eine aktuelle oder vergangene Erhebung, die die Behauptung des Videos stützen würde.

Die Herkunft des Videos bleibt unklar, doch seine rasche Verbreitung hat Warnungen vor manipulierten Medien ausgelöst. Behörden rieten der Öffentlichkeit dringend dazu, Quellen zu prüfen, bevor unverifizierte Behauptungen online geteilt werden. Trotz mehrfacher Dementis von Spiegel TV und Der Spiegel zirkuliert das gefälschte Video weiter. Keine anerkannten Umfragedaten stützen die Behauptung über Putins angebliche Beliebtheit in Deutschland.

Experten raten zur Vorsicht bei unsourcierten Statistiken, insbesondere in Videos mit verfälschtem Markenauftritt.

Quelle