Georg Restle attackiert ARD und AfD: "Normalisierung rechtsextremer Positionen ist gefährlich"
Friederike RuppersbergerGeorg Restle attackiert ARD und AfD: "Normalisierung rechtsextremer Positionen ist gefährlich"
ARD-Moderator Georg Restle übt scharfe Kritik an eigenem Sender und der AfD
In jüngsten Stellungnahmen hat der ARD-Journalist Georg Restle sowohl seinen Arbeitgeber als auch die rechtsextreme AfD heftig angegriffen. Er warf der Partei vor, Extremismus gezielt für ihre Zwecke auszunutzen, während er gleichzeitig warnte, dass interne Veränderungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk dessen journalistischen Auftrag untergraben könnten. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit andauernder Debatten über die Berichterstattung zur AfD und programmatische Umstrukturierungen bei der ARD.
Restle betonte, die AfD dürfe in der Wahlberichterstattung nicht gleichberechtigt behandelt werden. Er machte deutlich, dass er Björn Höcke, einer der umstrittensten Figuren der Partei, keine gleiche Plattform wie anderen Politikern einräumen werde. Zudem wies er Vorstellungen zurück, es gebe nennenswerte ideologische Unterschiede zwischen den Parteiflügeln – die Lager um Höcke und Chrupalla stünden inhaltlich eng beieinander.
Anschließend richtete Restle den Fokus auf die redaktionelle Ausrichtung der ARD. Er behauptete, innerhalb des Senders hätten jene an Einfluss gewonnen, die eine Normalisierung der AfD-Berichterstattung vorantrieben. Die Entscheidung, die Sendezeit für sein investigatives Format Monitor zu kürzen, bezeichnete er als "großen Fehler" und warnte, dass Sparmaßnahmen und Effizienzdruck die öffentliche Aufgabe der ARD in den Hintergrund drängen könnten.
Zudem kritisierte Restle Kollegen, die sich scheuten, die AfD konsequent zu hinterfragen, und sprach von einem "starken Gegenwind" für Journalisten, die sich klar positionierten. Die Partei untertreibe bewusst ihr extremistisches Profil, während sie gleichzeitig von rechtsextremer Straßengewalt profitiere. Über die AfD hinaus mahnte er, eine rein ereignisgetriebene Berichterstattung über globale Krisen – ohne Einordnung – schüre nur die Verunsicherung in der Bevölkerung.
Restles Aussagen spiegeln die Spannungen innerhalb der ARD wider, wenn es um politische Berichterstattung und redaktionelle Prioritäten geht. Seine Weigerung, die AfD als normale Partei zu behandeln, steht für eine grundsätzliche Skepsis gegenüber der medienwirksamen Normalisierung rechtsextremer Bewegungen. Der Konflikt wirft zudem die Frage auf, wie öffentlich-rechtliche Sender den Spagat zwischen finanziellen Zwängen und ihrer demokratischen Verantwortung meistern können.






