Gewerbesteuer in Sachsen-Anhalt: Städte boomen, Gemeinden kämpfen mit Einbrüchen
Falk HornigGewerbesteuer in Sachsen-Anhalt: Städte boomen, Gemeinden kämpfen mit Einbrüchen
Gemeinden in Sachsen-Anhalt erzielten im ersten Quartal 2026 268,5 Millionen Euro an Gewerbesteuer – ein Rückgang um 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Minus von 33,7 Millionen Euro gegenüber den ersten drei Monaten 2025.
Die drei kreisfreien Städte des Landes – Magdeburg, Halle (Saale) und Dessau-Roßlau – verzeichneten hingegen ein gemeinsames Plus von 27,5 Prozent. Ihre Einnahmen stiegen um 17,5 Millionen Euro auf insgesamt 81,1 Millionen Euro. Magdeburg führte mit 41,6 Millionen Euro die Statistik an und war damit die ertragsstärkste Kommune. Halle (Saale) verzeichnete das größte Wachstum: Die Stadt steigerte ihre Einnahmen um 13,2 Millionen Euro auf 32,6 Millionen Euro. Dessau-Roßlau blieb mit 6,9 Millionen Euro jedoch das Schlusslicht der drei Städte.
Bei den 215 kreisangehörigen Gemeinden brach die Gewerbesteuer dagegen um 21,5 Prozent ein. Ihre Gesamteinnahmen sanken um 51,2 Millionen Euro auf 187,4 Millionen Euro. Spitzenreiter in dieser Gruppe war die Lutherstadt Wittenberg mit 7,5 Millionen Euro. Insgesamt konnten 100 Gemeinden (45,9 Prozent) höhere Erträge verbuchen, während 118 (54,1 Prozent) Rückgänge melden mussten.
Das erste Quartal 2026 zeigte in Sachsen-Anhalt damit ein gemischtes Bild: Während die kreisfreien Städte ein Plus von 17,5 Millionen Euro erwirtschafteten, mussten die kreisangehörigen Gemeinden ein Minus von 51,2 Millionen Euro hinnehmen. Die gesamten Gewerbesteuereinnahmen des Landes beliefen sich auf 268,5 Millionen Euro – 33,7 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.






