Grüne in Rheinland-Pfalz verlieren leicht – doch Frauenpower macht Geschichte
Heidelore BinnerGrüne in Rheinland-Pfalz verlieren leicht – doch Frauenpower macht Geschichte
Die Grünen in Rheinland-Pfalz verzeichnen leichten Rückgang nach der Landtagswahl
Bei der jüngsten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben die Grünen einen leichten Rückgang der Wählergunst hinnehmen müssen. Die Partei erreichte 7,9 Prozent der Stimmen – ein Minus von 1,4 Prozentpunkten im Vergleich zur vorherigen Wahl. Trotz des Rückschlags stellen die Grünen nun zehn Abgeordnete im neuen Landtag.
Katrin Eder, die neu gewählte Fraktionsvorsitzende der Grünen in Mainz, zeigte sich „sehr stolz“ auf das Ergebnis. Als besonderen Erfolg der Kampagne hob sie das „Schwarmkraftwerk“ hervor, eine Initiative, die ursprünglich von einem FDP-Politiker ins Leben gerufen worden war.
Die Partei wählte zudem einen neuen Landesvorstand – und schrieb dabei Geschichte: Zum ersten Mal besteht die Führungsspitze ausschließlich aus Frauen. Carolin Cloos gewann eine der beiden Co-Vorsitzenden-Posten mit 72,28 Prozent der Stimmen. Christin Sauer sicherte sich den anderen Co-Vorsitz mit 63,37 Prozent und erreichte damit die absolute Mehrheit.
Für die Zukunft skizzierte Sauer Pläne, bis 2031 das Vertrauen auf kommunaler Ebene und in der Bundespolitik zurückzugewinnen. Der Parteivertreter Paul Bunjes betonte, die Grünen würden in der nächsten Regierung die Aufgabe haben, „denen eine Stimme zu geben, die sonst niemand vertritt“.
Mit zehn Sitzen im rheinland-pfälzischen Landtag und Eder an der Spitze der Fraktion hat die Partei klare Ziele für die Rückgewinnung des öffentlichen Vertrauens gesetzt. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Vertretung unterrepräsentierter Gruppen in der kommenden Legislaturperiode.






