26 April 2026, 06:30

Grüne präsentieren Gegenentwurf zu Warkens Gesundheitsreform mit massiven Beitragssenkungen

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt, dass Millionen von Amerikanern durchschnittlich $800 im Jahr an den Gesundheitsversicherungsprämien unter dem Inflation Reduction Act sparen, mit einem Logo.

Grüne präsentieren Gegenentwurf zu Warkens Gesundheitsreform mit massiven Beitragssenkungen

Die Grünen haben einen Gegenentwurf zu den geplanten Gesundheitsreformen von Gesundheitsministerin Nina Warken vorgelegt. Ihr Konzept zielt darauf ab, die Beitragssätze ab kommendem Jahr um zwei Prozentpunkte zu senken und gleichzeitig die Kosten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu stabilisieren. Die Parteiführung verspricht, dass die Änderungen die finanzielle Belastung für Millionen Beschäftigte verringern würden.

Nach dem Vorschlag der Grünen soll der Bundeshaushalt künftig die Krankenversicherungsbeiträge für Empfänger von Arbeitslosengeld übernehmen. Diese Umstellung würde die gesetzliche Krankenversicherung bis 2027 um fast 20 Milliarden Euro entlasten. Zudem fordert die Partei höhere Rabatte von Pharmaherstellern und eine strengere Kopplung der Ausgaben der Krankenkassen an das Einnahmenwachstum.

Eine Senkung der Beiträge um zwei Punkte würde Haushalten mit mittlerem Einkommen jährlich rund 420 Euro sparen. Wer an der Beitragsbemessungsgrenze verdient, könnte sogar über 700 Euro pro Jahr einsparen. Auch Unternehmen würden profitieren – die Entlastung läge bei insgesamt 15 Milliarden Euro pro Jahr.

Die fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann kritisierte Warkens Entwurf als "grundlegend unausgewogen". Sie betonte, dass sich die Gesundheitsversorgung verbessern lasse, während gleichzeitig die Beiträge für alle sinken. Die Bundestagsfraktion der Grünen will den Gegenentwurf auf einer nicht öffentlichen Strategieklausur am Dienstag in Leipzig offiziell beschließen.

Unterdessen soll das Bundeskabinett am Mittwoch Warkens Gesetzentwurf vorantreiben. Die konkurrierenden Pläne erhöhen nun den Druck auf die Politik, Kostensenkungen mit einer langfristigen Finanzierung des Gesundheitssystems in Einklang zu bringen.

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Der Vorschlag der Grünen würde die Finanzierung der Krankenversicherung neu gestalten und einen Teil der Lasten auf den Bundeshaushalt verlagern. Falls umgesetzt, träten die Änderungen bereits nächstes Jahr in Kraft und würden Arbeitnehmern wie Arbeitgebern sofortige Entlastungen bringen. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Abgeordneten, die beide Konzepte abwägen müssen.

Quelle