Grüne retten Rufbus Flexo in Sickte vor dem Aus – trotz Haushaltsstreit
Heidelore BinnerGrüne retten Rufbus Flexo in Sickte vor dem Aus – trotz Haushaltsstreit
Der Rufbus-Dienst Flexo im Landkreis Wolfenbüttel stand vor einer ungewissen Zukunft, da seine Finanzierung kurz vor dem Auslaufen stand. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat von Sickte griff ein und brachte einen Antrag ein, um den Erhalt des Angebots zu sichern. Ihr Vorstoß zielte darauf ab, dass Sickte einen angemessenen Beitrag leistet – orientiert am tatsächlichen Nutzungsverhalten der Einwohner:innen.
Die Förderung für den Flexo-Service in den Samtgemeinden Cremlingen und Sickte sollte ursprünglich auslaufen. Während Cremlingen bereits zugesagt hatte, seinen Anteil weiter zu finanzieren, hatte der Gemeinderat in Sickte die Mittel zunächst aus Haushaltsgründen verweigert.
Die Grünen um ihre Fraktionsvorsitzende Christiane Wagner-Judith legten daraufhin einen Plan vor, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Ihr Antrag fand Rückhalt bei der SPD-Fraktion, sodass im Rat schließlich eine Mehrheit zustande kam. Nach dem beschlossenen Kompromiss wird Sickte bis 2027 jährlich bis zu 10.000 Euro für den Service aufbringen.
Bürgermeister Marco Kelb (parteilos) lehnte die Entscheidung ab und verwies auf die angespannte Haushaltslage. Trotz seiner Bedenken setzte sich der Antrag durch – und sichert damit den Fortbestand des Flexo-Dienstes bei kalkulierbarem finanziellen Engagement.
Mit der Zustimmung des Rates bleibt der Rufbus in Betrieb. Sickte wird ab 2027 jährlich maximal 10.000 Euro beisteuern. Die Entscheidung ermöglicht es den Bürger:innen, das Angebot weiter zu nutzen, während die Kosten verantwortungsvoll gesteuert werden.
