15 May 2026, 14:36

Halle (Saale) kämpft um Millionen-Förderung für marode Schwimmbäder – jetzt gibt es eine zweite Chance

Altes Schwarz-Weiß-Foto eines großen Hallenbades in einem Gebäude mit Glasfenstern und -türen, umgeben von Pflanzen und einer Deckenlampe, beschriftet mit "Rensburg, Deutschland - Schwimmbad".

Halle (Saale) kämpft um Millionen-Förderung für marode Schwimmbäder – jetzt gibt es eine zweite Chance

Halle (Saale) unternimmt einen neuen Vorstoß, um dringend benötigte Fördergelder für seine maroden Schwimmstätten zu sichern. Der erste Antrag der Stadt im Rahmen des Bundesprogramms zur Sanierung von Sportstätten war aufgrund der großen Konkurrenz abgelehnt worden. Nun bietet eine neue Ausschreibungsrunde eine zweite Chance – mit weniger Bürokratie und einem Gesamtbudget von 250 Millionen Euro, das verteilt werden soll.

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Schon im Januar hatte Halle Mittel für die Sanierung des Hallenbads in Halle-Neustadt beantragt, ein Projekt, das seit Langem als dringlich gilt. Der Antrag umfasste zudem Pläne für eine neue Turnhalle an der Otfried-Preußler-Grundschule, die mit der Schwimmbadmodernisierung verknüpft war. Doch bei landesweit 21 Mal mehr Anträgen als verfügbaren Mitteln blieb die Stadt leer aus.

Seither hat sich die Lage weiter zugespitzt. Die laufende Sanierung des Haupt-Hallenbads in Kombination mit möglichen Arbeiten am Neustadt-Standort führt zu massiven Engpässen für die örtlichen Schwimmvereine. Holger Friedrich von der DLRG schlug als Übergangslösung vor, das Freibad Saline mit einer Überdachung zu versehen, um es während der Bauarbeiten weiter nutzen zu können.

Jetzt hat der Bund die Förderrichtlinie erneut geöffnet – diesmal mit einer entscheidenden Änderung: Statt eines vollständigen Neuantrags kann Halle eine formlose Erklärung einreichen, um im Rennen zu bleiben. Das Programm sieht eine maximale Förderung von acht Millionen Euro pro Projekt vor, die bis zu 75 Prozent der Kosten decken kann. Für die Stadt könnte dies die Rettung für ihre Bäder – und die Vereine, die auf sie angewiesen sind – bedeuten.

Halles erneuter Versuch kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die Schwimmstätten der Region. Gelingen die Bemühungen, würde dies die Belastung für lokale Sportgruppen und Schulen verringern. Nun ist der Stadtrat gefordert, schnell zu handeln, um die neuen Antragsvoraussetzungen zu erfüllen und sich einen Anteil an den 250 Millionen Euro zu sichern.

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