Halle (Saale) stoppt überraschend Schul-Erweiterung an der IGS Steintor/Hutten
Heidelore BinnerHalle (Saale) stoppt überraschend Schul-Erweiterung an der IGS Steintor/Hutten
Pläne für Erweiterung des Standorts Roßbachstraße der fusionierten Gemeinschaftsschule IGS Steintor/Hutten in Halle (Saale) vom Tisch
Die Stadtverwaltung hat die geplante Erweiterung des Standorts Roßbachstraße für die zusammengelegte Gemeinschaftsschule IGS Steintor/Hutten in Halle (Saale) überraschend gestrichen. Diese Entscheidung fällt trotz einer früheren Zustimmung des Stadtrats im Jahr 2024 und massiver Unterstützung durch die SPD, die sich für bessere räumliche und sachliche Ausstattung angesichts steigender Nachfrage eingesetzt hatte.
Ursprünglich hatte der Stadtrat nach der Fusion der beiden Schulen grünes Licht für den Ausbau am Standort Roßbachstraße gegeben. Die SPD, angeführt von Eric Eigendorf, hatte das Projekt wiederholt vorangetrieben und auf die Dringlichkeit moderner Fachräume, zusätzlicher Flächen und verbessertter Sporteinrichtungen hingewiesen. Ihr Argument: Beide Schulstandorte müssten gleichwertig und attraktiv bleiben.
Doch nun rudert die Verwaltung zurück und erklärt, die Erweiterung nicht weiterverfolgen zu wollen. Eigendorf kritisierte diesen Schritt als „unverständlich“ und warf der Stadt vor, damit eine verlässliche Schulplanung zu untergraben. Auch Dr. Silke Burkert, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, unterstützte diese Position und betonte, dass die Aufwertung der Infrastruktur entscheidend sei, um die Balance zwischen den beiden Standorten zu wahren.
Die Kehrtwende erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die IGS Steintor/Hutten mit einer extrem hohen Nachfrage konfrontiert ist: Die Anzahl der Bewerbungen für die fünften Klassen übersteigt bei Weitem die verfügbaren Plätze. Trotz der Forderung der SPD nach einer gleichberechtigten Entwicklung beider Standorte behauptet die Verwaltung nun, der Ausbau sei ohnehin nie Teil ihrer langfristigen Strategie gewesen.
Mit der Streichung der Pläne bleibt die Schule ohne die vorgesehenen Verbesserungen – und das trotz des hohen Anmeldedrucks. Die SPD hält die Entscheidung für einen Bruch früherer Zusagen und warnt vor einer drohenden Ungleichbehandlung der beiden Standorte. Vorerst wird der Standort Roßbachstraße unverändert bleiben, konkrete Ausbaupläne gibt es nicht.






