Halles Stadtrat beschließt umstrittenen Umbau der SWH.arena für 162.000 Euro
Friederike RuppersbergerHalles Stadtrat beschließt umstrittenen Umbau der SWH.arena für 162.000 Euro
Halles Stadtrat gibt grünes Licht für großen Umbau der SWH.arena
Der Stadtrat von Halle (Saale) hat eine umfassende Modernisierung der SWH.arena beschlossen. Mit 30 Stimmen bei 16 Enthaltungen und sechs Gegenstimmen soll die Kapazität erweitert und ein moderner Glasboden eingebaut werden. Ohne diese Maßnahmen drohen lokalen Spitzenmannschaften in den kommenden Jahren der Verlust ihrer Wettkampflizenzen.
Das Vorhaben zielt darauf ab, strengere Vorgaben der Sportverbände für die Saison 2025/26 zu erfüllen. Aktuell bietet die Arena Platz für 1.200 Zuschauer, nach dem Umbau sollen es mindestens 1.500 sein. Zudem ersetzt ein neuer Glas-Sportboden die bisherige mobile Spezialbodenlösung, was die Nutzung des Veranstaltungsorts flexibler macht.
Ohne die Modernisierung bestünde für die Wildcats (SV UNION Halle-Neustadt) die Gefahr, ihre Handball-Lizenz für die erste Liga bis zur Saison 2027/28 zu verlieren. Auch die Syntainics MBC LIONS, das Damen-Basketballteam, könnte ab 2029/30 ähnliche Probleme bekommen.
Die Finanzierung bleibt jedoch ein zentrales Thema. Die voraussichtlichen Kosten für 2027 belaufen sich auf 162.100 Euro, während die jährlichen Einnahmen auf bis zu 190.000 Euro geschätzt werden. Ferdinand Rabe (Volt) unterstützte zwar die Ziele des Projekts, warnte aber vor dem angespannten Haushalt der Stadt. Andreas Silbersack (FDP) hinterfragte sowohl den Standort als auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Erweiterung.
Befürworter wie Andreas Wels (Hauptsache Halle) betonten, dass Halles Ruf als Sportstadt vom Erhalt professioneller Mannschaften abhänge. Katja Müller (Die Linke) brachte einen anderen Aspekt ein und fragte, ob ein Männer-Handballteam ähnlich kritisch unter die Lupe genommen worden wäre.
Die endgültige Entscheidung hängt nun von der Haushaltsgenehmigung für 2026 ab. Der Umbau der SWH.arena soll die Zukunft der Halleschen Spitzenmannschaften sichern und die Flexibilität der Arena erhöhen. Falls der Haushalt 2026 verabschiedet wird, könnte die Erweiterung stabile Einnahmen bringen und die Einhaltung der neuen Verbandsregeln gewährleisten. Der Erfolg des Projekts hängt nun von einer soliden Finanzplanung und der weiteren politischen Unterstützung ab.






