29 April 2026, 12:29

Halles Stadtrat entscheidet über Arena-Ausbau, Spielplatz und umstrittene Brücke

Eine belebte Stadtstraße mit hohen Gebäuden, Straßeninfrastruktur, Kraftfahrzeugen, Fußgängern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Halles Stadtrat entscheidet über Arena-Ausbau, Spielplatz und umstrittene Brücke

Stadtrat von Halle tagt am Mittwoch zur Aprilsitzung

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Am Mittwoch kommt der Hallesche Stadtrat zu seiner Aprilsitzung zusammen. Mehrere zentrale Projekte und finanzielle Fragen werden die Debatten prägen – auch wenn nicht alle Themen offiziell auf der Tagesordnung stehen.

Geplant sind unter anderem der Ausbau der SWH-Arena, der Bau eines neuen Spielplatzes sowie die Umwandlung eines ehemaligen Militärgeländes in eine Gewerbezone. Gleichzeitig haben politische Gruppen eigene Vorhaben eingebracht, von Tempobegrenzungen bis hin zu einer umstrittenen neuen Brücke.

Eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben betrifft die SWH-Arena in Halle-Neustadt. Durch den Ausbau soll die Zuschauerkapazität auf 1.500 Plätze steigen, zudem ist ein moderner Glas-Sportboden vorgesehen. Die Stadtverwaltung hat außerdem Mittel für weitere Maßnahmen beantragt, etwa den Ausbau der Europachaussee und die Sanierung von Schultoiletten.

Ein neuer Spielplatz an der Südpromenade ist mit einem Budget von 460.000 Euro vorgesehen. Zudem soll das ehemalige Gelände der Trotha-Kaserne zu einer Gewbefläche umgestaltet werden – ein Schritt, der die Flächennutzung in der Stadt verändert.

Vor der Sitzung haben die Parteien eigene Anträge eingereicht: Die Grünen fordern ein Tempo-30-Limit auf der gesamten Glauchaer Straße. Die rechtspopulistische AfD hingegen setzt sich für eine neue Saale-Brücke im Süden Halles ein, deren Kosten auf 65 Millionen Euro geschätzt werden. Die lokale Partei Hauptsache Halle kämpft dafür, den Namen "Technisches Halloren- und Salzmuseum" wiederherzustellen.

Finanzielle Sorgen könnten die Diskussionen überschatten. Die Stadträte wurden auf einen möglichen formellen Einwand des Landesverwaltungsamts gegen die Haushaltsführung Halles hingewiesen. Zwar steht das Thema nicht offiziell auf der Tagesordnung, doch die Haushaltslage könnte dennoch im Mittelpunkt der Beratungen stehen.

Die Beschlüsse des Rates werden die Entwicklung Halles in den kommenden Monaten maßgeblich beeinflussen. Genehmigte Projekte wie der Arena-Ausbau oder der Spielplatz können vorankommen – vorausgesetzt, die Finanzierung ist gesichert. Andere Vorhaben, etwa die neue Brücke oder die Tempozone, hängen von politischer Unterstützung und Machbarkeit ab.

Das Ergebnis der Sitzung wird auch zeigen, ob die Stadt mit weiteren Prüfungen ihrer Haushaltsführung rechnen muss.

Quelle