Handwerk in Steinfurt-Warendorf kämpft gegen illegale Beschäftigung und steigende Kosten
Friederike RuppersbergerHandwerk in Steinfurt-Warendorf kämpft gegen illegale Beschäftigung und steigende Kosten
Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf trafen sich mit lokalen Behördenvertretern, um drängende Herausforderungen im Handwerk zu erörtern. Bei dem jährlichen Treffen, das von Landrat Dr. Martin Sommer ausgerichtet wurde, standen illegale Beschäftigung, steigende Kosten und anstehende Änderungen bei öffentlichen Aufträgen im Mittelpunkt.
Die Zusammenkunft im Kreishaus vereinte Handwerksvertreter und Verwaltungskräfte, um sich mit zentralen Themen auseinanderzusetzen. Illegale Beschäftigung wurde als großes Problem hervorgehoben, das die Sozialkassen jährlich um Milliarden belastet und faire Arbeitsplätze verknappt. Die Teilnehmer betonten zudem die Bedeutung der dualen Berufsausbildung, um stabile Karrierewege zu schaffen und Nachfolgeprobleme in lokalen Betrieben zu lösen.
Die steigenden Energiekosten, die mit den Spannungen im Iran in Verbindung stehen, setzen das Handwerk in der Region zusätzlich unter Druck. Lieferkettenstörungen und zögerliche Investitionen verschärfen die finanzielle Belastung für kleine und mittlere Unternehmen.
Ein weiteres zentrales Thema waren die neuen Vergaberegeln für öffentliche Aufträge, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten sollen. Die Reformen zielen darauf ab, Ausschreibungsverfahren zu vereinfachen und überflüssige Bürokratie abzubauen. Frank Tischner, ein Vertreter der Handwerkerschaft, merkte an, dass diese Änderungen Handwerksbetrieben bessere Chancen bei der Vergabe von Aufträgen einräumen würden.
Die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf bekräftigte ihre enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Beide Seiten einigten sich darauf, die Kooperation fortzusetzen, um das lokale Handwerk in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu unterstützen.
Die Diskussionen unterstrichen, wie stark illegale Arbeit, Energiepreise und die Vergabereform das Handwerk in der Region beeinflussen. Vertreter der Handwerkerschaft und des Landkreises versprachen, den Dialog aufrechtzuerhalten, um sich auf die neuen Regelungen ab 2026 vorzubereiten. Im Fokus bleibt der Schutz fairer Wettbewerbsbedingungen und die Zukunftssicherung lokaler Betriebe.






