Hausbesetzer in Potsdam nach wochenlanger Besetzung geräumt – Streit um Wohnraum bleibt
Falk HornigHausbesetzer in Potsdam nach wochenlanger Besetzung geräumt – Streit um Wohnraum bleibt
Eine Gruppe von Hausbesetzern ist nach wochenlanger Besetzung aus einem städtischen Gebäude in Potsdam geräumt worden. Die Aktion sollte auf den ungenutzten Wohnraum in der Stadt aufmerksam machen, doch die Behörden setzten einen Räumungsbefehl durch.
Elf der Besetzer verließen das Grundstück in der Tornowstraße nach einer offiziellen Anweisung freiwillig. Einige wenige weigerten sich jedoch, der Aufforderung nachzukommen, woraufhin die Polizei eingriff und das Gelände räumte. Anschließend wurden Platzverweise erteilt, die den ehemaligen Besetzern die Rückkehr untersagen.
Das Gebäude selbst darf nach geltendem Baurecht nicht legal in Wohnraum umgewandelt werden. Dennoch plant die Stadt langfristig, andere leerstehende kommunale Immobilien abzureißen und auf den Flächen neuen Wohnraum zu schaffen.
Potsdams parteilose Oberbürgermeisterin Noosha Aubel erkannte zwar den dringenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum an, verurteilte aber die illegale Besetzung. Gleichzeitig kritisierte Konstantin Gräfe, Co-Vorsitzender der Linksfraktion, das Vorgehen der Stadt und bezeichnete die Räumung als unverhältnismäßig. Zuvor hatten die Behörden sowohl Verhandlungslösungen als auch Zwangsmaßnahmen geprüft, bevor sie schließlich zur Räumung schritten.
Mit der Aktion endet die Besetzung – das Gelände ist nun für die geplante Nachnutzung gesichert. Die Stadt bleibt darauf fokussiert, das Wohnraumangebot auszubauen, auch wenn die abgerissenen Gebäude nach aktueller Rechtslage nicht umgenutzt werden können. Die erteilten Platzverweise stellen sicher, dass die ehemaligen Besetzer nicht auf das Grundstück zurückkehren.






