Heino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann Richard Münder in Bad Belzig
Friederike RuppersbergerHeino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann Richard Münder in Bad Belzig
Schlager-Legende Heino zeigt Solidarität mit Feuerwehrmann Richard Münder in Bad Belzig
Bei einem Konzert in Bad Belzig trat der deutsche Schlagersänger Heino auf, um dem Feuerwehrmann Richard Münder seine Unterstützung zu bekunden. Der Auftritt war Teil seiner Made in Germany-Solotournee und lockte rund 800 Besucher an – viele von ihnen Angehörige der Feuerwehr. Das Publikum jubelte, als Heino Evergreens wie Rosamunde und Blau blüht der Enzian zum Besten gab. Selbst seine Interpretation von Layla erntete begeisterten Applaus.
Das Konzert fand vor dem Hintergrund einer Kontroverse um Münders Verwendung der nationalistisch geprägten ersten Strophe des Deutschlandlieds statt – einer Aufnahme, die Heino ursprünglich in den 1970er-Jahren eingespielt hatte. Münder wies jede rechtsextreme Gesinnung von sich und bezeichnete die Vorwürfe als Missverständnis. Unterdessen betonte Heinos Manager Helmut Werner, der Sänger stehe in keiner Verbindung zu rechtsextremer Ideologie. Als Beleg verwies er auf Heinos frühere Forderungen nach einem Verbot der AfD sowie seine Unterstützung für die SPD.
Die Bühnenkulisse zeigte einen großen Bundesadler in den Farben der deutschen Flagge und unterstrich so die patriotische Stimmung des Abends. Heinos Auftritt sollte nicht nur Münders Situation ins Rampenlicht rücken, sondern auch eine grundsätzliche Haltung vermitteln. Die Debatte um die Nationalhymne hat in letzter Zeit an Schärfe gewonnen – etwa durch die juristischen Auseinandersetzungen um den AfD-Politiker Björn Höcke, der den Spruch "Deutschland über alles" verwendet hatte. Trotz der Diskussionen lehnen 79 Prozent der Deutschen eine Änderung der Hymne ab, wobei die Zustimmung regional stark variiert: Im März 2026 sprachen sich 25 Prozent der Ostdeutschen, aber nur 8 Prozent der Westdeutschen für eine Veränderung aus.
Das Konzert in Bad Belzig unterstrich Heinos klare Distanz zu rechtsextremen Tendenzen, während es gleichzeitig die Solidarität mit Münder demonstrierte. Gleichzeitig lenkte die Veranstaltung den Blick auf die anhaltende gesellschaftliche Debatte über den Umgang mit der Nationalhymne – ein Thema, das die Republik auch künftig beschäftigen dürfte.






