Henkel warnt vor höheren Preisen durch steigende Materialkosten bis 2026
Friederike RuppersbergerHenkel warnt vor höheren Preisen durch steigende Materialkosten bis 2026
Henkel steht vor steigenden Materialkosten, die zu höheren Preisen für Verbraucher führen könnten. Das Unternehmen hat in seinem Industriegeschäft bereits Preiserhöhungen vorgenommen, zeigt sich aber zurückhaltend, die gestiegenen Kosten direkt an die Kunden weiterzugeben. Konzernchef Carsten Knobel warnt, dass weitere Anpassungen bis 2026 unvermeidbar sein könnten.
Die Materialausgaben von Henkel sind um einen hohen einstelligen Prozentsatz gestiegen, was zusätzliche Kosten von 400 bis 500 Millionen Euro verursacht. Um dies auszugleichen, verhandelt das Unternehmen Lieferantenverträge neu und passt die Preise dort an, wo es möglich ist.
Im Industriebereich, etwa bei Klebstoffen, sind die Preiserhöhungen bereits in Kraft getreten. Deutlich schwieriger gestaltet sich die Lage jedoch im Konsumentengeschäft. Angesichts der finanziellen Belastung vieler Haushalte setzt Henkel auf gezielte Preisanpassungen, die vor allem mit der Einführung neuer Produkte verbunden sind.
Knobel betonte, dass die weitere Entwicklung unsicher bleibe und präzise Prognosen schwierig seien. Sollte der Kostendruck anhalten, könnten ab 2026 breiter angelegte Preiserhöhungen für Verbraucher folgen.
Henkel balanciert derzeit zwischen Kostendruck und bezahlbaren Preisen für Verbraucher. Während die Preise im Industriebereich bereits gestiegen sind, hält das Unternehmen bei Konsumgütern vorerst mit flächendeckenden Erhöhungen zurück. Ob und wann es zu weiteren Anpassungen kommt, hängt von der Marktentwicklung und den Materialkosten im kommenden Jahr ab.






