Hessen fordert schärfere Einbürgerungsregeln und längere Aufenthaltszeiten
Friederike RuppersbergerHessen fordert schärfere Einbürgerungsregeln und längere Aufenthaltszeiten
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hat sich für strengere Einbürgerungsregeln in Deutschland ausgesprochen. Seine Vorschläge umfassen schärfere Kontrollen bei der doppelten Staatsbürgerschaft sowie längere Mindestaufenthaltszeiten für Antragstellende. Auch der CDU-Politiker Alexander Throm bringt Änderungen am aktuellen System ins Spiel.
Poseck argumentiert, die doppelte Staatsbürgerschaft schwäche die Integration und mindere die Bindung an die deutsche Identität. Sie solle daher nur in Ausnahmefällen erlaubt werden, wobei jeder Antrag individuell geprüft werden müsse. Gleichzeitig spricht er sich dafür aus, langjährigen Zugewanderten, die sich aktiv in die Gesellschaft einbringen, die Einbürgerung zu ermöglichen.
Throms Forderungen gehen noch weiter: Er will die reguläre Mindestaufenthaltsdauer vor einer Einbürgerung von fünf auf acht Jahre erhöhen. Antragstellende müssten zunächst eine Niederlassungserlaubnis vorweisen, für die 60 Monate Rentenversicherungsbeiträge nachzuweisen sind. Zudem schlägt er ein vollständiges Verbot der doppelten Staatsbürgerschaft vor und will Geflüchtete mit Schutzstatus von der Einbürgerung ausschließen.
Die geplanten Verschärfungen zielen darauf ab, die Einbürgerung selektiver zu gestalten. Strengere Regeln bei der doppelten Staatsbürgerschaft und längere Aufenthaltsfristen würden maßgeblich bestimmen, wer künftig die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben kann. Beide Politiker betonen, dass jeder Fall vor einer Genehmigung gründlicher geprüft werden müsse.






