31 March 2026, 10:33

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Gehaltserhöhung

Plakat mit Text, der finanzielle Unterstützung oder Einberufung während einer Krise fordert, mit einer Waagschalen-Illustration links.

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf 1.000 Euro Gehaltserhöhung

Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Die Entscheidung fällt in eine Phase anhaltender finanzieller Belastung des Unternehmens durch steigende Kosten. Für die Mitarbeiter bedeutet dies einen Ausfall von über 1.000 Euro pro Person im kommenden Jahr.

Die um 3,1 Prozent höhere Vergütung sollte ursprünglich zum 1. April in Kraft treten. Doch Hettich schlug vor, die Erhöhung um ein Jahr zu verschieben – mit Verweis auf wirtschaftliche Schwierigkeiten. Rund 90 Prozent der etwa 2.000 Beschäftigten stimmten der Verzögerung zu.

Durch den Aufschub erhofft sich das Unternehmen eine Ersparnis von mehreren Millionen Euro. Hettich wies Vorwürfe der Gewerkschaft IG Metall zurück, wonach Mitarbeiter unter Druck gesetzt worden seien. Stattdessen betont das Unternehmen, die Entscheidung sei für jeden Einzelnen freiwillig gewesen.

Seit 2020 kämpft die deutsche Möbelbranche mit stark gestiegenen Kosten. Laut offiziellen Daten stieg die Inflation bei Haushaltsausstattung und -instandhaltung bis Februar 2026 um etwa 20,8 Prozent. Energie-, Material- und Instandhaltungskosten sind deutlich angestiegen und setzen Unternehmen wie Hettich unter Druck.

Die verschobene Gehaltserhöhung bedeutet für die Belegschaft vorerst entgangene Mehreinnahmen. Hettich hält die Maßnahme jedoch für notwendig, um die Finanzen zu stabilisieren. Die Gewerkschaft kritisiert das Vorgehen des Unternehmens indes weiterhin scharf.

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