15 April 2026, 12:34

Hitze im Bundestag: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Plakat für die deutsche Revolution von 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone zeigt, mit Text zu den Ereignissen.

Hitze im Bundestag: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen entbrannt. Das Thema rückte in den Mittelpunkt, nachdem die AfD Anträge eingebracht hatte, die eine strengere Erfassung von Vorfällen und Maßnahmen gegen religiös motivierte Angriffe fordern. Polizeidaten zeigen einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Zwischenfälle in allen Bundesländern – fast jeder fünfte Schüler ist mittlerweile von Cybermobbing betroffen.

Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses des Bundestags, bestätigte die wachsende Problematik. Als Hauptursache nannte sie mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten bei Jugendlichen. Einen Zusammenhang mit Migration wies Esken entschieden zurück und stellte klar: "Migration ist nicht das Problem in unseren Schulen."

Die AfD-Anträge forderten eine systematische Dokumentation von Schulgewalt sowie gezielte Maßnahmen gegen religiös motiviertes Mobbing. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch konterte Eskens Aussagen scharf. Sie warf der SPD-Politikerin vor, das Problem zu verharmlosen, und bestand darauf, dass Migration eine zentrale Rolle bei der Zunahme von Schulgewalt spiele.

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Vertreter von Union, Grünen und Linken erkannten zwar die Problemlage an, kritisierten jedoch den Ansatz der AfD. Die Anträge würden komplexe gesellschaftliche Herausforderungen vereinfachen, hieß es. Schließlich wurden die Vorschläge zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Die Debatte offenbarten tiefe Gräben bei der Frage nach den Ursachen von Schulgewalt. Während die AfD auf verschärfte Überwachung und einen Migrationsbezug pocht, setzen andere Parteien auf umfassendere gesellschaftliche Lösungen. Die Anträge werden nun eingehend geprüft, bevor über mögliche Maßnahmen entschieden wird.

Quelle