Hunderte fordern bei bunter Fahrraddemo in Halle sichere Radwege und Tempo 30
Friederike RuppersbergerHunderte fordern bei bunter Fahrraddemo in Halle sichere Radwege und Tempo 30
Hunderte Radfahrerinnen und Radfahrer zogen am Freitagabend durch die Straßen von Halle (Saale) und demonstrierten bei einer farbenfrohen Kundgebung für bessere Fahrradinfrastruktur. Die von Fridays for Future und dem ADFC Halle-Saalekreis organisierte Aktion forderte vor den anstehenden Landtagswahlen deutliche Verbesserungen für den Radverkehr.
Die 15 Kilometer lange Fahrraddemo versammelte Teilnehmer jeden Alters, die sich für sichere Radwege und eine gerechtere Aufteilung des öffentlichen Raums einsetzten. Sie verlangten langfristige Finanzierung, den Ausbau von Tempo-30-Zonen sowie ein durchgängiges Radwegenetz in Halle und im Saalekreis. Kritisiert wurden zudem verwirrende Ampelschaltungen und schlecht geplante Radwege, die Gefahren für Radfahrer schaffen.
Bei der Auftaktkundgebung richtete sich Ole Horn, Sprecher von Fridays for Future Halle, an die Menge. Die Demonstration präsentierte das Radfahren als Symbol für Freude, Bewegung und eine grünere, lebenswertere Stadt. Lokale und Landespolitiker schlossen sich der Fahrt an und unterstützten die Forderungen der Initiative.
Die Route führte nicht über die Hochstraße, da dort Bauarbeiten stattfinden, deckte aber wichtige Stadtteile ab. Die Organisatoren betonten, dass es dauerhafte Lösungen brauche – und keine kurzfristigen Notlösungen.
Die Protestaktion unterstrich den wachsenden öffentlichen Druck für bessere Radverkehrsbedingungen in Halle. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen sollte das Thema Fahrradinfrastruktur ganz oben auf die politische Agenda gesetzt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten klar: Sichere, barrierefreie Straßen sind unverzichtbar für die Zukunft der Stadt.






