Industrie im Kreis Viersen bricht 2026 um 5,0 Prozent ein – Export und Binnenmarkt leiden
Friederike RuppersbergerIndustrie im Kreis Viersen bricht 2026 um 5,0 Prozent ein – Export und Binnenmarkt leiden
Industrieumsätze im Kreis Viersen sinken im ersten Quartal 2026 um 5,0 Prozent
Im ersten Quartal 2026 gingen die Industrieumsätze im Kreis Viersen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,0 Prozent zurück. Der Rückgang spiegelt eine breitere Abschwächung in der Region Zentrales Niederrhein wider, wo die Gesamterlöse der Industrie um 9,9 Prozent einbrachen.
Von der Flaute waren die meisten Branchen betroffen: Die chemische Industrie verzeichnete einen Umsatzrückgang von 17,0 Prozent, während der Maschinenbau mit einem Minus von 20,8 Prozent am stärksten einbrach. Auch die Lebensmittel- und Getränkehersteller litten unter der schwachen Nachfrage – hier sanken die Umsätze um 11,9 Prozent. Lediglich die Metallherstellung und -verarbeitung konnte ein leichtes Plus von 1,0 Prozent verbuchen.
Besonders hart traf es exportorientierte Unternehmen in der Region, deren Umsätze um 11,0 Prozent zurückgingen. Doch auch die Binnennachfrage schwächelte: Die Inlandsumsätze sanken im Zentralen Niederrhein um 8,4 Prozent, im Kreis Viersen allein um 8,5 Prozent.
In ganz Nordrhein-Westfalen gingen die Industrieumsätze im selben Zeitraum um 3,1 Prozent zurück. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. Er betonte, dass politische Maßnahmen nötig seien, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken.
Das erste Quartal 2026 brachte für die Industrie im Zentralen Niederrhein damit ein schwaches Umsatzwachstum. Da die meisten Branchen schrumpfen und die Exporte unter Druck geraten, steht die Region vor anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Appell an die Politik unterstreicht die Sorge, Deutschlands industrielle Stärke in einem härter umkämpften globalen Markt zu erhalten.






