31 May 2026, 18:27

Kenfo-Chefin fordert radikale Rentenreform nach schwedischem Vorbild

Kenfo CEO plädiert für Aktienrente

Kenfo-Chefin fordert radikale Rentenreform nach schwedischem Vorbild

Anja Mikus, Chefin des deutschen Staatsfonds für nukleare Entsorgung Kenfo, fordert eine grundlegende Rentenreform. Sie schlägt ein verpflichtendes aktienbasiertes System vor, das alle Versicherten umfasst – selbst diejenigen mit geringen Beiträgen. Ihr Vorschlag orientiert sich am erfolgreichen schwedischen Rentensystem.

Mikus leitet Kenfo seit 2017 und verwaltet dort ein Vermögen von 26,5 Milliarden Euro. Der Fonds finanziert die Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2100.

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In ihrer jüngsten Initiative für eine Reform argumentiert sie, dass stärkere Investitionen in Aktien der breiten Bevölkerung zugutekommen würden. Als Beispiel führt sie den schwedischen Staatsfonds AP7 an, der belege, dass kapitalgedeckte Rentensysteme funktionieren können. Dort sei die öffentliche Unterstützung gewachsen, als die Vorteile des Systems im Laufe der Zeit sichtbar wurden.

Ihr Plan sieht eine Pflichtbeteiligung vor, sodass auch Geringverdiener in eine aktiengestützte Rente einzahlen. Ziel ist es, die Abhängigkeit vom herkömmlichen Umlageverfahren zu verringern, indem Kapitalmärkte stärker genutzt werden. Der Vorschlag würde einen Kurswechsel in der deutschen Rentenpolitik bedeuten und sich am schwedischen Modell orientieren. Bei einer Umsetzung könnte dies die Aktieninvestitionen unter Beschäftigten aller Einkommensgruppen ausweiten. Mikus betont, dass dadurch ein nachhaltigeres System für künftige Rentnergenerationen entstehe.

Quelle