05 June 2026, 16:44

Kirsten Bruhn: Vom Schwimmbecken zur Paralympics-Legende und Ehrenbürgerin

Paralympicsiegerin Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin

Kirsten Bruhn: Vom Schwimmbecken zur Paralympics-Legende und Ehrenbürgerin

Kirsten Bruhn – vom kleinsten Kind im Schwimmbecken zur Paralympics-Legende

Kirsten Bruhn, die jüngste von fünf Geschwistern, wuchs mit dem festen Willen auf, sich im Schwimmsport zu beweisen. Schon mit drei Jahren begann sie unermüdlich zu trainieren – nicht, weil sie dazu gedrängt wurde, sondern weil sie es selbst wollte. Ihr Weg vom kleinen Mädchen im Becken zur Paralympics-Siegerin machte sie zu einem Symbol für Durchhaltevermögen.

Nach einem lebensverändernden Motorradunfall im Jahr 1991 wurde sie zu einer leidenschaftlichen Fürsprecherin für Behindertensport. Kürzlich ehrte sie Schleswig-Holstein als erst zweite Frau, die die Ehrenbürgerschaft des Landes erhielt.

Bruhns Schwimmkarriere begann, als ihr Vater sie einfach ins Wasser warf und ihr sagte: „Schwimm!“ Schon als Teenager trainierte sie sechs Stunden am Tag – angetrieben von eigenem Ehrgeiz, nicht von elterlichem Druck. Obwohl sie die Kleinste und Schwächste ihrer Geschwister war, ließ sie sich davon nicht definieren.

Ihre Beharrlichkeit zahlte sich aus: Neun Paralympics-Medaillen – zwei Gold, drei Silber und vier Bronze – krönten ihre Laufbahn. Doch ihr Einfluss reichte weit über den Sport hinaus. Nach ihrem Unfall arbeitete sie für eine Krankenkasse und kämpfte gleichzeitig gegen Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung. Stets betonte sie, was sie können – nicht, was sie nicht schaffen.

Schleswig-Holstein würdigte ihr Leben später mit einem Film, gefüllt mit persönlichen Geschichten und Hommagen. Besonders ihr Vater blieb ihr wichtigster Unterstützer – während ihrer gesamten Karriere.

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Auch nach dem Ende ihrer aktiven Zeit setzte sich Bruhn weiter für mehr Sichtbarkeit und Förderung im Behindertensport ein. Ihr Engagement brachte ihr großen Respekt ein und gipfelte in der seltenen Ehre der Ehrenbürgerschaft.

Ihr Vermächtnis ist geprägt von sportlichem Erfolg und unermüdlichem Einsatz. Der Film zu ihren Ehren und die Anerkennung ihres Heimatlandes zeigen, wie nachhaltig ihr Wirken ist. Kirsten Bruhn bewies: Mit Entschlossenheit und dem Fokus auf Fähigkeiten – nicht auf Grenzen – lassen sich Leben verändern.

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