20 June 2026, 00:25

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenräume gegen Kriminalität und Elend

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenräume gegen Kriminalität und Elend

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf drängen auf eine umstrittene Reform des Drogenrechts. Torsten Burmester und Stephan Keller wollen den Kleinhandel mit harten Drogen in ausgewiesenen Räumen erlauben. Sie argumentieren, dass dies den Druck auf öffentliche Plätze verringern und die mit Sucht verbundene Kriminalität eindämmen könnte.

Der Kölner Neumarkt hat sich zu einem Brennpunkt für Drogenabhängige entwickelt. Nutzer versammeln sich häufig in Hauseingängen und Ladenpassagen, wo aggressive Bettelei, Diebstahl und Prostitution an der Tagesordnung sind. Burmester schilderte das sichtbare Leid der Abhängigen sowie die emotionale Belastung für Anwohner und Geschäftsleute.

Keller schlägt spezielle Räumlichkeiten für den Verkauf und Konsum kleiner Mengen harter Drogen vor – ergänzt durch medizinisch betreute Einrichtungen. Die Oberbürgermeister haben sich in einem Schreiben an den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach gewandt und um eine rechtliche Prüfung ihres Vorhabens gebeten. Sie sind überzeugt, dass eine bundesweite Novellierung des Betäubungsmittelgesetzes ihren Plan auf eine legale Grundlage stellen könnte.

In großen deutschen Städten wie Hamburg, Berlin und Dortmund hat Crack Heroin mittlerweile als meistkonsumierte illegale Droge abgelöst. Die Oberbürgermeister hoffen, mit ihrem Ansatz das wachsende Problem in urbanen Gebieten in den Griff zu bekommen.

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Ziel des Vorschlags ist es, den Drogenkonsum in kontrollierte Umgebungen zu verlagern. Bei einer Genehmigung könnte dies öffentliche Belästigungen verringern und Suchtkranken bessere Hilfsangebote bieten. Die anstehende rechtliche Prüfung wird zeigen, ob das Vorhaben im Rahmen der geltenden oder angepassten Gesetze umsetzbar ist.

Quelle