Kretschmer warnt vor AfD-Machtübernahme in Sachsen-Anhalt mit fast 40 Prozent
Falk HornigKretschmer warnt vor AfD-Machtübernahme in Sachsen-Anhalt mit fast 40 Prozent
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat vor dem Aufstieg der rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt gewarnt. Die Partei liegt in Umfragen mittlerweile bei fast 40 Prozent und könnte damit die nächste Regierung stellen. Kretschmer und der CDU-Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, arbeiten gemeinsam daran, ein solches Szenario zu verhindern.
Kretschmer kritisierte zudem die Politik der AfD und bezeichnete ihr Wahlprogramm in zentralen Bereichen wie Bildung und Europa als rückwärtsgewandt. Er verurteilte die Angriffe der Partei auf Kirchen und deren Finanzierung. Auch lehnte er den AfD-Vorschlag ab, die Schulpflicht abzuschaffen. Nach seinen Worten würden die Pläne der AfD für Sachsen-Anhalt Bildung, Wissenschaft und die europäische Zusammenarbeit zurückwerfen.
Der Ministerpräsident argumentierte, der beste Weg, die AfD zu schwächen, liege nicht darin, ihr Macht zu überlassen, sondern zu beweisen, dass Demokratie und Institutionen Probleme lösen können. Kretschmer räumte ein, dass viele Wähler derzeit zweifeln, ob diese Systeme funktionieren. Dennoch betonte er, die Verteidigung des Rechtsstaats bedeute, sie besser zum Laufen zu bringen.
Kretschmer unterstrich zudem, dass Führung entscheidend sei – selbst auf kommunaler Ebene. Ohne sie direkt zu empfehlen, signalisierte er indirekte Unterstützung für Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Chefin Manuela Schwesig. Sein Hauptaugenmerk bleibt jedoch darauf gerichtet, eine AfD-geführte Regierung in Sachsen-Anhalt zu verhindern.
Die starken Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt setzen die etablierten Parteien unter Druck, sich gegen die Rechtsextremen zu verbünden. Kretschmers Strategie setzt darauf, das Vertrauen der Bevölkerung in demokratische Institutionen zu stärken. Das Ergebnis der nächsten Wahl wird zeigen, ob die AfD die Kontrolle über eine weitere Landesregierung gewinnt.






