Kubicki als einziger FDP-Kandidat: Habeck zweifelt an liberaler Zukunft
Heidelore BinnerKubicki als einziger FDP-Kandidat: Habeck zweifelt an liberaler Zukunft
Die Freie Demokratische Partei (FDP) wählt an diesem Wochenende einen neuen Vorsitzenden. Wolfgang Kubicki ist der einzige Kandidat für den Parteivorsitz. Unterdessen hat der grüne Politiker Robert Habeck Zweifel an der künftigen Ausrichtung der Partei unter Kubickis möglicher Führung geäußert.
In einem Interview mit dem Spiegel argumentierte Habeck, Kubicki werde es schwer haben, die FDP in die Art liberaler Partei zu verwandeln, die Deutschland brauche. Er beschrieb eine „auffällige Lücke“ in der aktuellen politischen Landschaft, die eine solche Kraft eigentlich ausfüllen sollte.
Habeck räumte ein, dass Kubickis Führungsstil der Partei kurzfristig Unterstützung bringen könnte. Dennoch blieb er skeptisch, ob es der FDP unter dem erfahrenen Politiker gelingen werde, sich neu zu erfinden. Der grüne Co-Vorsitzende bedauerte zudem, dass die Partei sich nicht zu einer einflussreicheren liberalen Stimme entwickelt habe.
Der Bundesparteitag der FDP findet an diesem Samstag statt. Die Delegierten werden über Kubickis Kandidatur abstimmen, die ohne Gegenkandidaten bleibt.
Habecks Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Bedenken über die künftige Rolle der FDP. Die Entscheidung über die Parteiführung wird zeigen, ob die Liberalen die Lücke schließen können, die Habeck im deutschen Parteiensystem ausmacht. Vorerst hängt alles vom Ausgang der Abstimmung an diesem Wochenende ab.






