16 March 2026, 18:38

Leipzigs Widerstand gegen höhere Personalausweis-Kosten setzt Bund unter Druck

Ein altes Dokument mit Handschrift, das ein deutsches Regierungszertifikat mit Text und einem Logo oben zeigt.

Leipzig streitet mit Bundesregierung über gestiegene Kosten für Personalausweise - Leipzigs Widerstand gegen höhere Personalausweis-Kosten setzt Bund unter Druck

Leipzig wehrt sich gegen die höheren Produktionskosten für Personalausweise, die von der Bundesdruckerei erhoben werden. Die Stadt verweigert die Übernahme der zusätzlichen Ausgaben und argumentiert, der Bund müsse stattdessen die Gebühren anpassen, die Kommunen an Bürger weitergeben dürfen.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hat klar gemacht, dass lokale Behörden nicht für die Preiserhöhungen des Bundes aufkommen sollten.

Seit dem 1. März verlangt die Bundesdruckerei höhere Beträge für die Ausweise, was die Städte vor finanzielle Lücken stellt. Für Antragsteller unter 24 Jahren berechnet die Behörde 29,61 Euro pro Dokument, doch die Kommunen dürfen den Bürgern nur 27,60 Euro in Rechnung stellen. Dadurch entsteht eine Differenz von 2,01 Euro pro Ausweis, die Leipzig jährlich etwa 170.000 Euro kostet.

Das Bundesinnenministerium rechtfertigt die Erhöhung mit einer "gemischten Kostenkalkulation" als Grundlage für die neue Preisgestaltung. Gleichzeitig stieg die Gebühr für Erwachsene ab 24 Jahren von 37,00 auf 46,00 Euro, während unter 24-Jährige nun 27,60 Euro statt zuvor 22,80 Euro zahlen müssen.

Der Deutsche Städtetag unterstützt Leipzigs Haltung und besteht darauf, dass die Kommunen die Mehrkosten nicht tragen sollten. Die Vereinigung stellt zudem infrage, ob das Pass- und Ausweissystem künftig zentraler gesteuert werden sollte.

Leipzigs Weigerung, die höheren Kosten zu übernehmen, setzt die Bundesregierung unter Druck, ihre Gebührenstruktur zu überprüfen. Ohne Anpassungen werden die Kommunen weiterhin bei jedem ausgestellten Personalausweis finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Der Streit verdeutlicht die anhaltenden Spannungen darüber, wer die steigenden Verwaltungskosten tragen soll.

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