Michael Müllers neues Leben: Vom Berliner Bürgermeister zum Kulturveranstalter
Michael Müller: "Ich wecke mich morgens nicht auf und heule" - Michael Müllers neues Leben: Vom Berliner Bürgermeister zum Kulturveranstalter
Alt-Bürgermeister Michael Müller zieht sich aus der Tagespolitik zurück – bleibt aber präsent in Berlin
Der ehemalige Berliner Regierungschef Michael Müller hat sich aus der vordersten politischen Reihe zurückgezogen, ist aber weiterhin in der Kultur- und Politikszene der Hauptstadt Berlin aktiv. Einst eine Schlüsselfigur der SPD, leitet er heute einen öffentlichen Veranstaltungsort, die Setzerei in Berlin-Charlottenburg, und reflektiert über die Ausrichtung seiner Partei sowie seinen eigenen Karrierewandel.
Müller, mittlerweile 61, verließ sein Amt, nachdem es ihm nicht gelang, einen aussichtsreichen Platz auf der Berliner SPD-Liste für die Bundestagswahl 2025 zu sichern. Diese Niederlage folgte auf einen ähnlichen Rückschlag 2021, als er sein Bundestagsmandat verlor. Seither hat er politische Strategiegespräche gegen einen ruhigeren Alltag eingetauscht – auch wenn er den direkten Draht zu Entscheidungen in der Berliner Sparkasse vermisst.
Sein neues Projekt, die Setzerei, ist ein Veranstaltungsort für Diskussionsrunden zu Politik und Kultur. Der Name verweist auf seine frühe Tätigkeit als Setzer und verbindet seine Leidenschaft für Debatten mit handfestem Engagement. Daneben sitzt er im Kuratorium des Jüdischen Museums Berlin und leitet gemeinsam die Deutsche Gesellschaft, eine Organisation mit Fokus auf bürgerschaftliches Engagement.
Kritik an seiner alten Partei, der SPD, scheut Müller dabei nicht. Die Berliner SPD mangele es an Vielfalt und Ausgewogenheit in ihren Reihen, moniert er – ein Kontrast zu seinen eigenen Jahren als regierender Bürgermeister von 2014 bis 2021. Dennoch bleibt er über seine heutige Arbeit verbunden, wenn auch aus einer anderen Perspektive.
Müllers politische Laufbahn ist nun kulturellen und ehrenamtlichen Tätigkeiten gewichen, doch seine Stimme trägt weiterhin Gewicht. Die Ausrichtung der SPD bleibt für ihn ein Streitpunkt, während er mit der Setzerei eine neue Plattform aufbaut. Sein Wandel steht für einen größeren Übergang: vom Gestalten von Politik hin zur Förderung des öffentlichen Diskurses, wie er in Spiegel Online thematisiert wird.
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