26 June 2026, 06:21

Neuköllns Bildungsstadträtin Janine Wolter erhält Verweis wegen umstrittenen Instagram-Posts

Hikel äußert Missbilligung über SPD-Kreisdirektor

Neuköllns Bildungsstadträtin Janine Wolter erhält Verweis wegen umstrittenen Instagram-Posts

Janine Wolter, die Bildungsstadträtin von Neukölln, steht in der Kritik, weil sie umstrittene Instagram-Beiträge geteilt hat. Die im Herbst 2025 veröffentlichten Posts kommentierten die Abfangaktion der israelischen Marine gegen die „Global Sumud-Flottille“. Bezirksbürgermeister Martin Hikel erteilte ihr daraufhin einen offiziellen Verweis.

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Der Streit begann, als Wolter Beiträge eines politischen Influencers likte oder teilte, der für einseitige Israel-Kritik bekannt ist. Hikel warf ihr mangelnde Zurückhaltung vor und betonte, dass ein solches Verhalten nicht der Neutralität entspreche, die von einer Bezirksstadträtin erwartet werde. Wolter erklärte später, sie habe die Inhalte des Influencers nicht genau geprüft und werde dessen Beiträge künftig nicht mehr teilen. Zudem bestätigte sie, dem Account nicht mehr zu folgen.

Die Neuköllner CDU-Fraktion brachte den Fall ins Rollen, indem sie eine offizielle Anfrage zu Wolters Instagram-Aktivitäten einreichte. Dies führte zu einer Prüfung durch das Bezirksamt – und schließlich zu Hikels Verweis. Unterdessen kündigte Hikel an, nicht erneut als Bezirksbürgermeister zu kandidieren, und begründete dies mit fehlender Rückendeckung in der eigenen Partei.

Wolter war zuvor vom Neuköllner SPD-Vorstand als Hikels Nachfolgerin nominiert worden; ihre Kandidatur wurde auf einem Parteitag bestätigt.

Der Verweis unterstreicht die Spannungen um das Verhalten von Kommunalpolitiker:innen in sozialen Medien. Wolters künftige Rolle bleibt Gegenstand laufender politischer Diskussionen. Die Prüfung durch das Bezirksamt könnte zudem als Präzedenzfall für ähnliche Fälle in Zukunft dienen.

Quelle