Niedersachsen senkt CO₂-Emissionen um fast ein Drittel seit 1990 – doch Bundespläne drohen Fortschritte zu bremsen
Thea LübsNiedersachsen senkt CO₂-Emissionen um fast ein Drittel seit 1990 – doch Bundespläne drohen Fortschritte zu bremsen
Niedersachsen macht große Fortschritte bei der Senkung von CO₂-Emissionen und dem Ausbau erneuerbarer Energien
Niedersachsen hat erhebliche Erfolge bei der Reduzierung von CO₂-Emissionen und der Förderung erneuerbarer Energien erzielt. Seit 1990 sank der Ausstoß um 32,9 Prozent – 2023 verzeichnete das Land einen neuen Tiefstand. Doch es gibt Bedenken, dass geplante Bundespolitik diese Fortschritte bremsen könnte.
Im vergangenen Jahr gingen die energiebedingten CO₂-Emissionen Niedersachsens auf 51,6 Millionen Tonnen zurück – ein Rückgang um 9,6 Prozent im Vergleich zu 2022. Gleichzeitig gab es Rekordgenehmigungen für Windkraftanlagen, und die Photovoltaik-Kapazität stieg auf etwa 10,5 Gigawatt.
Der Landesrechnungshof forderte in seinem Bericht für 2023 strengere Klimaschutzmaßnahmen. Der jüngste Jahresbericht enthält jedoch noch keine Daten aus dem Jahr 2023. Niedersachsen hält dennoch an seinem Ziel fest, bis 2025 den Strombedarf vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken.
Umweltminister Christian Meyer äußerte sich besorgt über Bundesvorhaben, die diese Ziele gefährden könnten. Er kritisierte Pläne für eine „Redispatch-Reserve“ sowie Änderungen bei der Wärmeplanung und dem Gebäudeenergiegesetz. Das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG soll nach vollständiger Inbetriebnahme jährlich rund 7,6 Millionen Tonnen CO₂ einsparen.
Niedersachsen bleibt Vorreiter im Klimaschutz mit sinkenden Emissionen und wachsender Kapazität erneuerbarer Energien. Die ehrgeizigen Ziele und Großprojekte wie SALCOS unterstreichen das Engagement des Landes. Dennoch könnten künftige Bundesregelungen die Dynamik dieser Entwicklung beeinträchtigen.






