22 May 2026, 22:39

Ökonomin Malmendier: "Krisenhilfen verschwenden Steuergelder und schaden Arbeitnehmern"

Ex-Wirtschaftswissenschaftlerin kritisiert 'Streuschuss'-Ansatz bei Hilfsmaßnahmen

Ökonomin Malmendier: "Krisenhilfen verschwenden Steuergelder und schaden Arbeitnehmern"

Ulrike Malmendier, ehemalige Wirtschaftsberaterin der deutschen Regierung, hat die jüngsten Krisenhilfsmaßnahmen als zu undifferenziert kritisiert. Ihrer Ansicht nach verschwenden schlecht zielgerichtete Politiken Steuergelder und führen zu unerwünschten Nebenwirkungen für Arbeitnehmer und Steuerzahler.

Malmendier wirft dem aktuellen System vor, es entmutige die Arbeitsaufnahme, indem es Untätigkeit belohne. Statt pauschaler Unterstützung schlägt sie ein präziseres Vorgehen vor – etwa durch die Beschränkung von Spritrabatten auf Haushalte mit niedrigem Einkommen. Laut ihren Angaben hätte das Bundesfinanzministerium Einkommensdaten nutzen können, um die Hilfen auf die 20 Prozent Bedürftigsten zu konzentrieren.

Zudem kritisiert sie übermäßige Bürokratie als zentrales Hindernis. Durch vereinfachte Verfahren und Reformen auf dem Arbeitsmarkt, so ihre Überzeugung, ließe sich das Steuersystem gerechter gestalten – ohne die Abgabenlast zu erhöhen. Ihr Kernargument lautet, dass diese strukturellen Probleme gelöst werden müssen, bevor über eine Umverteilung von Vermögen diskutiert wird.

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Malmendiers Vorschläge zielen darauf ab, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Ein gezielteres Hilfssystem, argumentiert sie, würde Milliarden sparen und künftige Steuererhöhungen vermeiden. Ihre Ideen setzen auf eine bessere Datennutzung und weniger bürokratische Hürden, um diese Ziele zu erreichen.

Quelle